Tinnef (70)

Feiern Sie mit uns die Erscheinung des Herrn! Andere mögen dazu ihre eigenen Formen finden, wir schalten das 3-D-Leucht-Kruzifix ein und freuen uns über die 3-D-Effekte in wechselnden Farben. Aus Glas. Durchmesser 4 cm, Höhe 7 cm. Batterie inklusive. 3-D-Leucht-Kruzifix 9,80 Euro

Feiern sie mit uns die Frömmigkeit 2.0 in farbenrohen Tinnef-Look. Andere mögen für ihren (vor allem anlässlich von Krankheiten und Problemen aus der Psyche rausgekramten) Restaberglauben heuchlerische Formen finden, die wenigstens einen leidlich angenehmen Anblick verursachen, unsere Kunden drücken einfach das kleine Knöpfchen und sehen in einem wechselfarbig beleuchteten Tinnef-Kreuz schon das Licht am Ende des Tunnels. Und wenn der Herr genug erscheinen ist, einfach wieder ausschalten — das ist genau so gut, wie Sonntags zur Messe gehen, um die Kinder erst am Montag zu schlagen, bis das Blut kommt, nur eben ohne dieses lästige Zur-Messe-Gehen. Viel Spaß mit ihrer Frömmigkeit 2.0!

Quelle des Scans: Katalog „Die moderne Hausfrau“

DITIB: Offener Brief an Merkel zur „Vermisst“-Kampagne

Quelle: Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. — der Offene Brief wird ja gerade auch von einigen Medien zitiert, aber der Link auf die Quelle wird dabei regelmäßig unterlassen.

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel,

wie auch aus unserer Korrespondenz mit dem Bundesinnenministerium und den Medienberichten zu entnehmen, gibt es nun schon seit Monaten eine mittlerweile offene Auseinandersetzung zwischen dem Bundesinnenministerium und den muslimischen Religionsgemeinschaften im Rahmen der „Initiative Sicherheitspartnerschaft“ über Form und Inhalt der Zusammenarbeit, die mittlerweile zum Austritt der DITIB, VIKZ, ZMD und IGBD aus dieser Kooperation geführt hat. Anlass waren unüberbrückbare Differenzen bezüglich der vom Bundesinnenministerium vorbereiteten Plakat- und Postkartenaktion „Vermisst“.

Von Anfang an hatte sich das Bundesinnenministerium wenig zugänglich für die Bedenken der muslimischen Religionsgemeinschaften gegenüber der „Vermisst“-Aktion gezeigt. Vergangenen Donnerstag (20.9.2012) hat es dann die Plakataktion, die Teil der Kampagne ist, zwar verschoben, aber angekündigt, die restliche Kampagne, so auch die Verteilung von Postkarten, planmäßig fortzuführen.

Nun wählte das Bundesinnenministerium die Keupstraße in Köln-Mülheim, an der die Terrorzelle NSU 2004 eine Nagelbombe gezündet und 22 Menschen verletzt hatte, für den Start ihrer Kampagne „Vermisst“ aus. Das BMI beginnt also seine Aktionen, mit der es nach eigenen Angaben behauptet, der „Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Menschen“ entgegen treten zu wollen, an einem Ort und bei Betroffenen, die selbst Ziel eines terroristischen Anschlags waren.

Als Türkisch-Islamische Union DITIB bitten wir Sie, Frau Bundeskanzlerin, darum, sich persönlich mit den Auswüchsen der „Vermisst“-Aktion des Bundesinnenministeriums zu befassen, bei dem das BMI jeden Maßstab der Machbarkeit und jegliche Sensibilität verloren zu haben scheint. Insbesondere halten wir es auch für einen Affront all denjenigen gegenüber, die bei der Gedenkfeier für die Opfer des NSU-Terrors im Februar glaubhaft ihre persönliche Betroffenheit und Anteilnahme zum Ausdruck gebracht hatten.

In der Kölner Keupstraße waren im Auftrag des BMI an ortsansässige Geschäftsleute durch eine Fremdfirma Pakete mit Postkarten, auf denen die bekannten Motive aus der „Vermisst“-Aktion abgebildet sind, abgeliefert worden. Dass sich unter den Belieferten auch Geschädigte aus der in der Keupstraße von der NSU gezündeten Nagelbombe befanden, führt die Instinktlosigkeit und fehlende Sensibilität des Ministerium nur zu deutlich vor Augen.

Dass aber ausgerechnet die Kölner Keupstraße als Startort ausgewählt wurde, erweckt den Eindruck, hiermit eine versteckte, aber klare Botschaft an die Muslime im Land senden zu wollen. „Wir lassen uns von niemandem vorschreiben, wie wir unsere Aktionen durchführen“, erscheint hier als Haltung, die auch zu dem Restbild passt, das das Bundesinnenministerium im Rahmen der „Initiative Sicherheitspartnerschaft“ abgegeben hatte. Diese hartnäckige Haltung hatte dann auch dazu geführt, dass vier muslimische Verbände die Sicherheitspartnerschaft verließen.

Obwohl mittlerweile nur noch zwei Organisationen in der Sicherheitspartnerschaft verblieben sind, sieht das BMI darin keinen Grund, seine Haltungen zu überdenken, geschweige denn seine Kampagne zu stoppen. Das unverminderte Fortführen der „Vermisst“-Kampagne lässt auch den Schluss zu, dass die muslimischen Verbände für die Sicherheitspartnerschaft als reine Kulisse und nicht als Partner benötigt wurden.

Dieser misslungene Start der Kampagne wirft Fragen auf. War es reiner Zufall, dass das BMI die Kölner Keupstraße auswählte? Wenn es kein Zufall war, wussten die Organisatoren aus den Meldungen zum NSU-Terror, der das ganze Land erschüttert hat, nicht, dass es sich um einen der Anschlagsorte handelte? Wenn die Organisatoren sich der Bedeutung des Ortes bewusst waren, was genau bezweckten sie mit dieser Auswahl des Ortes? Ist in der Auswahl des Ortes eine versteckte Botschaft an die Muslime oder allgemein die Migranten im Land verbunden?

Bedenkt man aber, dass nur solche Städte, in denen das BMI eine Zielgruppe für ihre Kampagne vermutet, für die Verteilung der Postkarten sorgfältig ausgewählt wurden, so ist von einem bewussten Umgang mit den Orten auszugehen. Begonnen wurde die Aktion in Köln, dem Standort der meisten muslimischen Religionsgemeinschaften, und erst einige Tage später sollten die anderen Städte folgen.

Während der Teilnahme an der „Initiative Sicherheitspartnerschaft“ hatten sich die muslimischen Religionsgemeinschaften immer wieder dafür ausgesprochen, den NSU-Terror und die wachsende Anfeindung gegenüber Muslimen zu thematisieren, was vom Bundesinnenministerium nicht besonders berücksichtigt wurde. Dass das BMI zum Schluss das Thema NSU dadurch mit in die Diskussion aufnehmen würde, dass es einen symbolisch zu nennenden Ort für ihren Kampagnenstart auswählt, ist sicher nicht reine Ironie des Schicksals.

Mit diesem Brief, Frau Bundeskanzlerin, möchten wir Sie darum bitten, sich persönlich für den Stopp der Kampagne-„Vermisst“ einzusetzen, die nun seit Monaten zu einer gravierenden Missstimmung in der Zusammenarbeit zwischen dem Bundesinnenministerium und den muslimischen Religionsgemeinschaften führt und die sich – wegen des fehlenden Respekts und Vertrauens – hoffentlich nicht negativ auf die Zusammenarbeit in anderen Rahmen auswirken wird.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Ali Dere
DITIB Vorstandsvorsitzender

Wie der allerwerteste Herr Innenminister mit braunem Terror umgeht, hat sogar das BRD-Staatsfernsehen ZDF in der Abschlusssatire der letzten Frontal-21-Sendung zu einer zwar nur gebremst ätzenden, aber dennoch trefflichen Satire gereizt:

Innenminister Hans-Peter Friedrich ist nämlich nicht nur auf einem (und zwar nicht dem linken) Auge blind, sondern auf einer ganzen Gehirnhälfte.

Vermisst

VERMISST -- Das ist unser Sohn Ahmad. Wir vermissen ihn, denn wir erkennen ihn nicht mehr. Er zieht sich immer mehr zurück und wird jeden Tag radikaler. Wir haben Angst, ihn ganz zu verlieren - an religiöse Fanatiker und Terrorgruppen. Wenn es Ihnen so geht wie uns, wenden Sie sich an die Beratungsstelle Radikalisierung unter 0911 9434343 oder beratung@bamf.bund.de Mehr Informationen finden Sie auf www.bamf.de/beratungsstelle

Herr Innenminister!

Da sie gewisse (vermutlich amtsinhärente) Probleme mit ihrer Wahrnehmung zu haben scheinen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, sie daran zu erinnern, dass der (bei Betrachtung der Opferzahl) erfolgreichste europäische Terrorist der letzten Handvoll Jahrzehnte nicht Ahmad mit Vornamen hieß, sondern Anders Behring. Natürlich war der auch kein Muslim, sondern ein Christ, wie sich seinem aus dem Internet zusammenkopierten Manifest in erschöpfender Breite entnehmen ließ.

Und wenn sie das damit abtun wollen, dass es ja im fernen Norwegen war, dann schauen sie sich an, wer die (bei Betrachtung der Opferzahl) erfolgreichste politische Mörderbande der letzten zwei Jahrzehnte in der Bundesrepublik Deutschland war. Das war der NSU¹. Da war Ahmad übrigens auch nicht drin.

Herr Innenminister, sie sind nicht nur auf einem Auge blind, sondern auf einer ganzen Gehirnhälfte.

Vermutlich ist das für sie auch besser so. Denn sonst müssten sie sich vor sich selbst ekeln, wenn sie in den Spiegel schauten.

Für den Rest der Menschen in der BRD ist das leider nicht besser.

Außer, es handelt sich um Nazis. Die freuen sich, wenn ihnen aus einem Bundesministerium in die Hände gespielt wird. Das sind sie bislang nur von der Polizei und von Inlandgeheimdiensten gewohnt, aber nicht von Ministern.

Ach, Polizeien und Inlandsgeheimdienste unterstehen ja ihren Weisungen.

Das passt ja wieder wie Gesäß auf Gefäß. Und darunter findet die ganze braune Scheiße Platz.

¹Es ist „der NSU“, weil es „Nationalsozialistischer Untergrund“ heißt. Ich lese sehr häufig „die NSU“. Vermutlich kommt dieser auch von Journalisten gemachte Fehler daher, dass wir in der BRD zwei Unionsparteien haben, in denen es immer wieder Gestalten gibt, von denen einem richtig braun vor Augen werden kann…

Früher…

Früher sprachen die Profiteure der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung davon, dass „der Zorn Gottes“ ausgelöst würde, wenn poltische Entscheidungen getroffen würden, die ihnen nicht gefallen konnten. Heute ist es der gleiche Mechanismus, aber die Worte sind andere geworden. Die Profiteure der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung sagen heute stattdessen: „Die Märkte werden beunruhigt“ — und werden mit diesem parareligiösen Dummfug auch noch ernstgenommen und nicht einfach geteert und gefedert.

Link: Die Regensburger Domspatzen

Über uns

Angestoßen durch die Presseveröffentlichungen und die Fernsehauftritte von Alexander Probst und Franz Wittenbrink haben sich einige Ehemalige der Regensburger Domspatzen zusammengesetzt um an einer möglichst vollständigen Darstellung der früheren Zustände an den Schulen und Internaten in Regensburg und Etterzhausen/Pielenhofen sowie einer möglichst umfassenden Aufklärung der sexuellen Übergriffe mitzuwirken. Anlass hierfür sind vor allem die bagatellisierenden Darstellungen durch handelnde Personen (wie beispielsweise Georg Ratzinger und Sturmius Wagner) in der Öffentlichkeit, und auch die verharmlosenden Stellungnahmen auf der Homepage der Regensburger Domspatzen und der oberflächlichen Berichterstattung auf den Internetseiten des Bistums Regensburg.

Weiterlesen auf intern-at.de — wenn die dort sichtbar werdenden Zustände auch widerwärtig sind! Niemals wieder sollen sich die Leute aus dieser organisierten Bande zum systematischen sexuellen Kindesmissbrauch namens röm.-kath. Kirche als Moralwächter aufspielen

Befußballert (2)

Heutiges BRD-Webopfer: Der Schockwellenreiter

Im BRD-Web mit seinem besonderen Rechtsschutz für Idioten, Scharlatane und beleidigte Leberwürste mit ausreichend Geld soll ein weiteres bekanntes Blog aus dem Netz entfernt werden, indem sein Autor in üblicher BRD-Juratroll-Zensur mit Rechtskosten belastet wird.

Es geht aber um noch mehr: Es geht darum, ob in diesem Land die Presse- und Meinungsfreiheit auch für Einzelpersonen gilt, oder ob sie sich nur große Medienkonzerne leisten können […] Ich sehe diese Anklage jedenfalls als einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit in Deutschland an. Denn wo kommen wir hin, wenn wir Kinderficker nicht mehr Kinderficker nennen dürfen?

Ich bin jetzt erst einmal auf der Suche nach einem Rechtsbeistand. Denn schauen wir mal, ob in diesem unseren Land die Meinungsfreiheit noch etwas zählt oder ob wir endgültig zu einem Staat verkommen sind, in dem schon wieder die Inquisition das Sagen hat.

Hin zum Schockwellenreiter, so lange es dieses Blog noch gibt.

Und noch was: Statt auf diesen Flattr-Button zu klicken und damit wucherhafte zehn Prozent des Geldes an Flattr zu geben, fragt doch mal, ob nicht ein Spendenkonto eingerichtet werden kann… 😉

Hier noch einmal der Text, der mutmaßlich aus dem Internet entfernt werden soll, weil er angeblich „blasphemisch“ ist:

Das Kölner Oberhaupt der Kinderficker-Sekte hat sich mal wieder zu Wort gemel­det: Haßprediger Kardinal Joachim Meisner hat die Abtreibung als „täglichen Super-GAU“ verurteilt. Wer um die Zukunft Deutschlands besorgt sei, solle sich mehr um dieses Thema kümmern als um die Atomkraft. Ach ja? Und wo sollen die ganzen Wechselbalge hin, die die katholischen Priester mit kleinen Mädchen gezeugt haben? Ach nein, die mißbrauchen ja vornehmlich Jungen. Ich kann gar nicht so ville fressen, wie ich kotzen möchte! [Spiegel Online]

Wer seine Website außerhalb des BRD-Rechtsraumes hostet, kann den Kinderfickern, Jesusverkäufern, Kopfwichsern, Psychoschwurblern, Höllenangstausbreitern und Lichtfeinden aus der röm.-kath. Kirche ja mal zeigen, was das Wort Streisand-Effekt bedeutet.