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Könnte es sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung es einfach nicht mehr zu schätzen weiß, welche Kostbarkeit ihr da einst in den Schoß gefallen ist? Dass die Menschen nach Jahren demokratischer Praxis bloß abgestumpft sind?

Eindeutig: nein. Das politische System in allen etablierten Demokratien ist „gekippt“ – und mit ihm die Stimmung der Menschen. Ein über Jahrzehnte schleichender Prozess des Verfalls einst lebendiger Demokratien hat dazu geführt, dass sich eine volksfeindliche Herrschaft von Berufspolitikern, die in politischen Parteien organisiert sind und ihre Macht mit ihrer Hilfe gewinnen und erhalten, über das Volk verfestigt hat.

Es ist eine politische Kaste mit eigenen Gewohnheiten, Ressourcen, Interessen und klarer Abgrenzung vom Rest der Bevölkerung. Sie dient auch nicht der Mehrheit der Bevölkerung, sondern nur der verschwindend kleinen Minderheit der Reichen und Superreichen. Sie sind die willigen Helfer und Helfershelfer des Kapitals.

Wolfgang J. Koschnik in der Telepolis: Das Menschheitsideal „Demokratie“ ist am Ende

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2 Kommentare

  1. Auch im 7625. Teil seiner Reihe wird er noch nicht kapiert haben, dass es Demokratie hierzulande nie gegeben hat und dass das was es gegeben hat keine Demokratie war. So eine Geschichtsklitterung lenkt aber gut ab, von dem was Demokratie wirklich ausmacht und es bleibt nur konsequenzloses, populistisch-beifallsheischendes Jammern übrig. Ein weiterer Fall von Monitor-Syndrom.

  2. Demokratische Praxis? Ja wo – wo laufen sie denn?


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