Was sich der Minister beim Amtseid gedacht hat…

Ich schwöre, […]

Das ist Mein Eid!

[…] daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, […]

Zum Glück muss ich meine Kraft nicht dafür einsetzen, sondern nur widmen. So ähnlich, wie ich meinen Namen in das von meinem Ghostwriter geschriebene Buch setze, um es jemanden zu widmen. Deshalb kann ich meine eigentliche Kraft für einträglichere Dinge verwenden.

[…] seinen Nutzen mehren, […]

Bankster, Vermieter, Ausbeuter, Auto- und Panzerbauer, Reiche, legalisierte Verbrecher und die Freunde dieses ehrenwerten Vereins bekommen von mir einen deutlich gemehrten Nutzen. Und die gehören nicht nur zum Volk, sie sind sogar der Teil des Volkes, der mit allerlei Dinge in die Hände drückt, in die Tasche schiebt und mir nach meinen Jahren auf der Regierungsbank hochdotierte Jobs gibt, in die ich ebenfalls nicht viel von meiner Kraft stecken muss. „Leistungsträger“ sozusagen. Und damit ganz besonders wichtig und in jeder Weise zu bevorzugen.

[…] Schaden von ihm wenden, […]

Was Schaden und was Nutzen ist, weiß Mutti noch am besten. Oder hat es jemanden geschadet, dass ich mitgeholfen habe, die BRD in einen alles überwachenden Polizeistaat zu verwandeln? Seht ihr!

[…] das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, […]

Schön, „wahren und verteidigen“ mache ich gern. Solange ich das Grunzgesetz und das geltende Recht nicht durchsetzen muss, ist ja alles in Ordnung.

[…] meine Pflichten gewissenhaft erfüllen […]

Ab und an gebe ich eine Rede zu Protokoll, so dass ich sie nicht selbst sprechen muss, so ist die Pflicht ohne allzuviel Kraftaufwand erfüllt. Ansonsten habe ich natürlich viele kleine Verpflichtungen gegenüber meinen Lieblingslobbyisten, die sich immer so gut um mich kümmern. Im Zweifelsfall, wenns zu Ermittlungen kommt, bin ich an mein Ehrenwort gebunden.

[…] und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

Ein Glück, ich muss das nur üben! Übung soll ja den Meister machen.

So wahr mir Gott helfe!

So wahr ich Gott helfe!

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1 Kommentar

  1. Das „Volk“ dieser „Demokratie“ ist – seit 2001 verfassungsgerichtlich bestätigt – nur das was man gemeinhin als „Volksvertreter“ bezeichnet. Sowas wie Volksabstimmungen bedroht daher die „Demokratie“ und darf verboten werden.


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