Scheiß-Bucket-Challenge

Ich empfehle den ganzen Milliardären, aber auch den diversen Mikro- und Nanoprominenten, die sich zurzeit kameraträchtig aus gut in Szene gesetzten wohlvergewaltätigenden Motiven einen Eimer eiskaltes Wasser über die dumme Rübe schütten, zur Abwechslung gleich danach eine andere Herausforderung zu bestehen: Sie mögen doch bitte einen vollen Zehn-Liter-Eimer Wasser auf dem Kopf balancieren und damit — ganz vorsichtig, um ja nichts von dem wertvollen Nass zu verschütten, aber auch nicht zu langsam, damit nicht zu viel davon verdunstet — drei bis fünf Kilometer zu Fuß gehen.

Diese Herausforderung stellt sich jeden verdammten Tag für jene Millionen von Menschen, die keinen einfachen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben. Oft wird sie von Kindern bewältigt.

Und wenn sich diese Vorführung mit der immer wieder penetrant gestellten Frage paart, warum so viel Geld da ist, um die Herrschenden der Staaten, in denen Menschen unter solchen Bedingungen leben, mit Waffen zu beliefern, damit sie ihre Menschen besser behandeln können und warum kein Geld für den Aufbau einer minimalen zivilisatorischen Infrastruktur da ist, kann das sogar etwas bringen.

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