Zersetzung durch Arbeit oder lieber Mord durch Armut?

„Ganz aktuell treibt mich der Fall eines Diabetikers um“, beginnt Hannemann. „Der Mann ist zwar hochqualifiziert, hat aber einen Behinderungsgrad von 90 (von 100, Anm. d. Red.). Trotzdem sollte er eine Stelle als Lagerlogistiker antreten, was körperlich für den Mann fast unmöglich wäre — noch dazu bei einem Stundenlohn von fünf Euro brutto. Er hat abgelehnt — was ich absolut nachvollziehen kann – und wurde in der Folge voll sanktioniert.“ Was das heißt, erklärt Hannemann stante pede: „Sperrung sämtlicher geldwerter Leistungen inklusive der Miete. Der Mann bekommt also gar nichts mehr. Was schon gesunde Menschen verzweifeln lässt, wird bei dem Diabetiker zur existenzbedrohenden Katastrophe: Denn wer nicht zumindest einen Euro an Geld- oder Sachleistungen bekommt, hat auch keinen Anspruch auf eine Krankenversicherung. Und wovon sollte der Mann sein Insulin selbst bezahlen? Er hat mich dann gefragt, ob ihm denn wirklich kein anderer Weg außer dem Suizid bleibt.“

Inge Hannemann, zitiert nach n-tv.de „Für mehr Empathie: Hartz-IV-Rebellin kämpft im Bundestag“

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