Danke, Süddeutsche Zeitung!

Man kann darüber streiten, ob Markus Lanz versucht hat, eine unbequeme Meinung mit reaktionärem Geplapper wegzudrängen, oder ob es wirklich eine Unverschämtheit war, dass er Sahra Wagenknecht übers Maul fuhr. Höflichkeit gehört schließlich nicht zur Berufsbeschreibung von Journalisten. Eigentlich gehört es sogar zu den grundlegenden Moderatorenpflichten, dass sie den Redefluss von Politikern stoppen, die stur ihr Parteiprogramm herunterbeten.

Man könnte Markus Lanz sogar vorwerfen, dass sein öffentliches Bedauern am Freitag der eigentliche Fehler war, weil er, ähnlich wie Marietta Slomka beim Interview mit Sigmar Gabriel, doch nur sauberes Handwerk bewiesen hat.

Quelle: Sueddeutsche.de — Simulierte Demokratie: im Internet Klick, Maus und Shitstorm [Der Link geht auf eine dauerhaft archivierte Version, ich kenne ja die Zeitungsmacher im Internet]

Danke, Süddeutsche Zeitung, dass dein Qualitätsjournalist Andrian Kreye in seiner nur sparsam gebremsten Verbalgewaltverherrlichung mal deinen Lesern diese Sache mit diesem Journalismus und vor allem mit diesem „sauberen Handwerk“ darin erklärt hat. Solch „sauberes Handwerk“ sieht also so aus:

Dieser kleine Einblick in deine qualitätsjournalistische Messlatte hilft doch sehr dabei, deine — und deiner Kollegen im verfaulten Herzen und verrotteten Geiste — täglichen Tätig- und Tätlichkeiten zu beurteilen.

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