CeBIT-News: E-Mail-Porto startet endlich!

Die ersten drei Anbieter für zentral organisierte, von den Inlandsgeheimdiensten der BRD leicht automatisiert mitlesbare E-Mail haben heute auf der CeBIT in Hannover ihre Zulassung erhalten. Die Firmen „Deutsche Telekom“, „T-Systems“ und „Mentana-Claimsoft GmbH“ werden sicherlich in den nächsten Tagen mit einer breit angelegten Reklamekampagne beginnen, um Kunden für ein Angebot zu finden, dessen Sinnhaftigkeit am trefflichsten mit einem Kropf verglichen wird.

Um der kommenden Werbeverdummung zu begegnen und das Treffen vernünftiger, faktenbasierter Entscheidungen zu unterstützen, hier eine übersichtliche Gegenüberstellung der wichtigsten Merkmale der klassischen Internet-E-Mail und des deutschen Sonderweges¹ De-Mail:

Gegenüberstellung der wichtigsten Merkmale von Internet-E-Mail und De-Mail

¹Demnächst werden die gleichen Leute, die sich so einen Schwachfug ausdenken, wieder davon faseln, dass es keine nationalen Alleingänge geben dürfe…

Advertisements

5 Kommentare

  1. […] Quelle und vollständiger Bericht: Wut! […]

  2. Das halte ich aber für ein Gerücht, dass Internet E-Mails sicherer sind als De-Mails. Wer im Zusammenhang mit dem Internet noch an Sicherheit denkt, der ist wohl auf dem Holzweg.

    Ich halte das auch für Quatsch, aber mal ehrlich, wer wird schon freiwillig für eine e-mail etwas zahlen wollen?

    Ich lese schon eine Weile hier auf der Seite mit, und insgesamt ist mir der Tenor zu reißerisch

  3. Dem Kommentar von Tim kann ich mich nur anschließen. Die gewöhnliche E-Mail ist nicht sicher und kann leicht mitgelesen werden. Mindestens 95% der E-Mails werden nicht verschlüsselt, obwohl die dafür notwendigen Technologien seit Jahren am Markt verfügbar sind. De-Mail soll auch nicht die E-Mail ersetzen und schon gar nicht bepreisen. Es geht um eine elektronische Variante zum Brief, die mit den gleichen Merkmalen ausgestattet ist und damit vor allem rechtssicher zugestellt werden kann. Die Frage ist also wieviele Briefe versendet Ottonormalbürger im Monat? Kunden der Telekom können demnächst drei De-Mails im Monat verschicken -ohne Mehrkosten.

    • Ich weiß nicht mehr wann und ob ich jemals einen Brief als Einschreiben, also rechtssicher versandt habe – ich kann mich nicht daran erinnern!
      Wozu sollte ich also diesen Quatsch brauchen und auch noch dafür bezahlen?
      Wenn ich doch einmal etwas rechtssicher zugestellt haben will, schreib ich einfach einen Brief! Der wird ja wegen dem Quatsch nicht abgeschafft.

      Was allerdings die herkömmliche Email sicher macht, das kann ich mir auch nicht erklären. Evtl. sollte der Autor das mal näher erläutern.

      Der Rest ist Schleichwerbung für die Telekomiker. Weiter nichts.

    • Wenn ich etwas für Internetausdrucker rechtssicher verschicken will, dann schick ich ein Fax mit qualifiziertem Sendebeleg. Das ist in der mittlerweile üblichen Telefonflat schon mit drin und so viele wie ich will.
      Und wenn ich für Nicht-Internetausdrucker etwas sicher verschicken, dann nehme ich GnuPG, ohne Hintertüren und ohne Zwischenentschlüsselung.
      Leichter kann man es als halbintelligenter Mensch kaum haben ohne eine überflüssige Kommunikationstechnik wie De-Mail & Co. auszukommen. An Microsoft und Facebook vorbei zu kommen ist schon schwieriger, wenn man keine Internet-Einsiedler ist.


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s