Der opportunistische Gauckler

Was hat der Herr Pastor Joachim Gauck, der sich ja heute in der Pose des Kommnunistenfressers hinstellt, als wäre er ein Widerstandskämpfer gewesen, der aber damals, als die Deutsche „Demokratische“ Republik ihre „Bürger“ mit Stacheldraht, Minenstreifen, Selbstschussanlagen und Mordsoldaten eingeknastet hat, zu der kleinen Minderheit von Privilegierten gehörte, die einfach ausreisen konnten; was hat dieser Herr Pastor Gauck, dieser Mensch, den der CDU-Innenminister im Kabinett Lothar de Maizière, Peter-Michael Diestel, einmal einen „Stasi-Begünstigten“ nannte, was hat der eigentlich so in der DDR getrieben. Hier nur ein kleines Dokument seiner Kontakte zum Ministerium für Staatssicherheit:

Gauck schätzte ein, daß wenn diese Veränderungen in der DDR nicht kurzfristig realisiert weren, die DDR sich im Sozialistischen Lager isolieren wird und die positiven Zielsetzungen, die die sozialistische Gesellschaft in der DDR hat dadurch nicht erfüllt wird und letzten Endes die Erwartungshaltung der DDR-Bürger hinsichtlich der Erfüllung der Ziele der Wirtschafts- und Sozialpolitik in Gefahr geraten. Er erachtete es aus dem Grunde, als dringend notwendig, daß diese Veränderungen in der DDR erfolgen, da seiner Meinung nach die Gleichgültigkeit der DDR-Bürger gegenüber dem Volkseigentum, gegenüber gesellschaftlichen Grundwerten, wie auch der Chrakter der zwischenmenschlichen Beziehungen sich verschlechtert haben und er mit Wissen der Erlebnisse aus seinen bisherigen Reisen in die BRD die Erfahrung gemacht hat, daß ein Großteil der DDR-Bürger ein devisenorientiertes Konsumdenken besitzt, das schon seine ideologischen Spuren bei den Menschen bei uns hinterlassen hat. Er nannte auch die steigende Anzahl von Menschen, die aus der DDR wegwollen und die bereits ein Übersiedlungsersuchen gestellt haben beziehungsweise sich im Vorfeld eines Übersiedlungsersuchens befinden, als erschreckend und bedrohlich und bezeichnetet das besonders tragisch, daß junge Angehörige der Intelligenz besonders Ärzte wie auch Jugendliche die doch in der DDR politisch und fachlich ausgebildet und erzogen worden sind letzten Endes sich dafür entscheiden ein Leben außerhalb der DDR zu führen und somit seiner Meinung nach nur eine Unterentwicklung im Punkt Heimatgefühl besitzen ... Gauck äußerte, daß er selbst in seiner Gemeinde dahingehend wirksam werden will, daß er die imh dort bekannten Übersiedlungsersuchen durch Gespräche, mehrmalige Gespräche beeinflussen will, damit sie in der DDR bleiben. Hierzu wurde Gauck vom Mitarbeiter gesagt, daß diese Aktivitäten ihm einen echten postiven Beitrag innerhalb der Arbeit mit Übersiedlungsersuchenden darstellen und wenn dann damit erreicht wird, daß ein Teil dieser Übersiedlungsersuchenden ihren Antrag zurückziehen, so sei damit viel erreicht. Weiterhin wurde in diesem Zusammenhang Gauck gedankt für seine Initiativen für seine langfristige gute Zusammenarbeit und Durchführung des Kirchentages, ihm wurde auch gedankt für seinen hohen persönlichen Einsatz und dieser Dank wurde vom Mitarbeiter nicht nur aus persönlichen Gründen vorgebracht sondern ihm wurde auch deutlich zu verstehen gegeben, daß dieser Dank seitens des MfS an Gauck ergeht. ... Operative Wertung - Der... Gesprächsverlauf zeigte, daß Gauck keine Zurückhaltung gegenüber dem Mitarbeiter erkennen ließ. Es war ein offenes Gespräch, das einen sehr sachlichen Charakter trug, das Gespräch war von gegenseitiger Akzeptanz charakterisiert.

Quelle des Zitates: Die Welt, Ausgabe vom 23. April 1991, Seite 8 — das Lesen des gesamten Textes ist dringend empfohlen, es öffnet die Augen für einen gnadenlosen Opportunisten.

Nachtrag (27. Februar, 23.25 Uhr): Beim Freitag weiterlesen

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11 Kommentare

  1. Joachim Gauck:transatlantischer Wunschkandidat der neoliberalen SPD:

    http://machtelite.wordpress.com/2012/02/18/joachim-gaucktransatlantischer-wunschkandidat-der-neoliberalen-spd/

  2. […] Quelle und vollständiger Bericht: Wut! […]

  3. Was jemand gegenüber der Stasi geäußert hat, muss nicht das gewesen sein, was er wirklich dachte oder wollte.
    Ich kenne einen anderen Pfarrer, der über jeden Verdacht erhaben ist und dem ähnliche Argumente zum Thema Ausreise und Staatsverdrossenheit nicht fremd waren, der aber dennoch aktiv die Ausreisewilligen bei ihrem Vorhaben unterstützte — vielleicht war es eine von der Kirchenleitung empfohlene Vorgehensweise.

    Wer in der DDR politisch engagiert war im Sinne einer Veränderung der bestehenden diktatorischen Verhältnisse, musste sich und seine Familie schützen, dazu gehörten auch Argumentationen gegenüber der Stasi, die einen weniger verdächtig machten, um sich weiterhin politisch engagieren zu können und um nicht von der Stasi erpresst oder ausgeschaltet zu werden.
    Hinzu kam, dass ein solchermaßen aktiver Pfarrer nie wissen konnte, ob jemand, der sich als ausreisewillig bei ihm meldete, tatsächlich ausreisen wollte oder dies als IM der Stasi nur vorgab.
    Selbst in den eigenen vier Wänden konnte sich niemand sicher sein, ob nicht gerade jemand von der Stasi mit dem Ohr an der Wand hing, so dass man bestimmte Themen nur mit gedämpfter Stimme oder im Flüsterton behandelte.
    Manch Pfarrer oder Ehepartner erfuhr nach der Wende, dass sein Kollege oder Ehegatte, mit dem er tagtäglich zusammenarbeitete bzw. zusammenlebte, für die Stasi gearbeitet und ihn überwacht hatte.

    Diese extremen Verhältnisse muss man sich immer wieder vor Augen halten, ebenso die Problematik der Glaubwürdigkeit, wenn ein Stasitext angebliche Überzeugungen aus einem „4-Augen-Gespräch“ wiedergibt.

    Und selbst unter den aktuellen Bedingungen in der Bundesrepublik Deutschland sollte man sich fragen: Wer würde nicht, wenn er vom Verfassungsschutz zu einem Gespräch ohne eigene Zeugen mehr oder weniger gezwungen würde, auf sachlicher Ebene versuchen, Verdachtsmomente aus dem Weg zu räumen?

    • „ebenso die Problematik der Glaubwürdigkeit“

      religiöse (märchenerzähler) für glaubwürdig zu halten, ist generell problematisch

      • Ich würde die Pauschalisierung noch pauschaler formulieren: Menschen für glaubwürdig zu halten ist generell problematisch — unabhängig von Religion, Partei, persönlicher Moral oder sonstigen Zugehörigkeitsbekennungen. Das hat, wie bereits erwähnt, die IM-Stasitätigkeit im engsten persönlichen Umfeld mancher Menschen gezeigt, ebenso hat es sich in zig anderen Systemen in Jahrtausenden Menschheitsgeschichte immer wieder gezeigt.
        Deshalb ist es auch generell schwierig, jemandem Vertrauen entgegenzubringen. Doch wenn man sich dazu überwunden hat, gebraucht man auch Redewendungen wie „über jeden Verdacht erhaben“ oder „seine Hand für jemanden ins Feuer legen“ — ob zu Recht oder Unrecht wird dann die Zukunft zeigen oder ungeklärt bleiben.

      • in der tat, ich stimme dir zu. all zu vertrauensseelig sollte man bei menschen allgemein nicht sein, insbesondere dann wenn man sie gar nicht näher kennt (so wie bei diesem grüßaugust). man müsse doch vertrauen haben, heist es immer wieder, aber vorschussvertrauen gibt es gar nicht, vertrauen verdient man sich. und. ein gesundes misstrauen fremden gegenüber ist heute und seit aller zeit m.e. nie verkehrt (warum sonnst lehrt man den kleinsten sowas).
        trotzdem. wenn einer/eine einer religion anhängt und diese sogar noch prädigt/e, hat er/sie für mich jedes vertrauen verspielt, insbesondere wenn ich ihn/sie nicht näher kenne. eher als jemand der mir wissenschaftlich darlegen und ggf. beweisen kann warum er an dies oder das (theologie ist für mich keine, eine pseudowissenschaft) glaubt. ein mensch der im wahn lebt, also einen nicht beweisbaren sachverhalt als unverrückbare tatsache hinstellt (und irgend etwas von heiligen geistern, sprechenden tieren, fliegende menschenwesen, wunderheiler etc. pp. fantasiert) und dies auch noch öffentlich tut und damit nicht im privaten bleibt ist in keinster weise für mich eine person, der ich vorschussvertrauen entgegen bringe und schon garnicht als oberhaupt der gesellschaft (ja wo laufen sie denn?????). ist dieser jemand dann auch noch politiker ist es für mich mehr als angebracht diesem menschen zu misstrauen.

        und nun steinig(t) mich HaHa

      • Na, wer wird denn in unserem Kulturkreis aus religiösen Gründen mit Steinen schmeißen und dann vielleicht sogar den ersten? Es gibt doch so viele moderne Folter- und Tötungswerkzeuge.
        Im Wesentlichen stimme ich dir ebenfalls zu.
        Doch auch die Wissenschaft irrt sich immer wieder. Auch geht es in so manchem Wissenschaftsbereich wenig wissenschaftlich zu, wenn unbequeme Theorien nicht zum Mainstream passen oder Ruhm und Erfolg zu sehr locken.
        Solange wissenschaftliche Theorien nur Thesen und nicht bewiesen sind, sind sie für mich auch nur Glaube. Doch wird dieser Glaube meist weniger in Zweifel gezogen als andere Glaubensrichtungen, insbesondere wenn sich die Thesen mit der Bezeichnung „Naturwissenschaft“ schmücken.

      • jau. auch da kann ich dir zustimmen – menschlein halt – humanoids
        leider ist das all zu oft und immer öfter so, mit dem ruhm, dem erfolg, dem mainstream usw. aber davon hatten wir es ja schon – unangemessenes vertrauen (nur weil das irgend ein so genannter experte sagt)! 😉
        ich sagte auch nicht, dass ich wissenschaftler „blind“ glaube, ich sagte „eher“ als einem der tatsächlich blödsinn glaubt und unablässig behauptet und prädigt es wäre tatsache (glauben kann er von mir aus was er will, wenn er mir damit nicht auf die nerven geht und der religionsscheiss nervt mich gewaltig. das fängt schon an wenn die bekloppten christen (nicht nur) sonntags morgens wie blöd bimmeln und hört da noch lange nicht auf) nur weil es religion ist und nur weil es milliarden glauben, ist es noch lange kein blödsinn. es,religion, ist meiner meinung nach die kultivierung des immanenten wahnsinns der menschlichen psyche.
        eine wissenschaftl. these ist der glaube des wissenschaftlers das es so ist bzw. so sein kann. mit dem unterschied, dass ein wissenschafter im idealfall seine thesen selbst wiederlegen will (bis er in dieser tätigkeit etwas entdeckt was die these beweist oder eben etgültig widerlegt) und nicht unablässig behauptet das es, etwas unbeweisbares die tatsache wäre und man das alles so glauben muss um die wahrheit erkennen, sehen zu können (und vor allem von anderen verlangen es zu widerlegen LoL).
        wie gesagt, im idealfall und nicht alle oder jeder der sich wissenschaftler nennt.

        lange rede kurzer sinn…. egal wem oder was, einfach glauben was andere sagen ist imo die falsche grundeinstellung. sie ist aus meiner sicht naiv (kindern kann man alles glauben machen wenn man geschickt dabei ist – vor allem wenn „jeder“ dem kind permanent den selben müll einhämmert) bis infantil (auch wenn diese grundhaltung mmn durchaus erwünscht ist). oder um es mit anderen worten zu umschreiben ein zitat:

        „Die Freiheit des Zweifelns.

        Für mich bedeutet es frei zu sein, wenn ich nicht unbedingt glauben muss. Die Fähigkeit, das Vermögen oder die Praktik zu zweifeln, ist, unabhängig vom, wie auch immer formulierten Determinismus der Freiheit, die Freiheit selbst. Es ist die Freiheit des Zweifelns, die mich vom Gestrigen, vom Alten löst und in dem das Neue, das ständig Fließende wurzelt.
        Um so frei zu sein, muss der Zweifel vom Bewusstsein losgelöst und im Unterbewusstsein verankert, völlig automatisch ablaufen. Jeder Gedanke muss, mit einer Portion Zweifel gewürzt, ständig die Dinge hinterfragen, ohne dass es einer Anstrengung der Bewusstwerdung des Zweifelns bedarf, obschon ein bewusstes zweifeln und die Bewusstwerdung des zweifelns ein Anfang und eine Übung auf dem Weg der Vervollkommnung sein kann.
        Ohne den Zweifel in jedem Gedanken, wie auch immer das Ergebnis eines Gedankens aussieht, d.h. ob nun die Antwort positiv oder negativ gegenüber der Fragestellung bzw. gegenüber des Gedankens ist, wäre ich nur eine Marionette fremder Kräfte bzw. fremder Menschen.
        — the real SystemErrOr“

        so long

  4. […] Der opportunistische Gauckler « Wut!. Kommentar von frente on Donnerstag, 23. Februar 2012 09:24 […]

  5. ach nur mal so „nebenbei“ von wegen mietmaul opportunist und so zeugs…..

    Joachim Gauck sieht Internet als Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit

    vertrauen? dem? ja klar! für den leg ich meine hand ins feuer! *ROFL*

  6. […] Der opportunistische Gauckler […]


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