Was sind Schlecker die Kundendaten wert?

Offenbar sind Schlecker die Kundendaten nicht sehr viel wert — warum sollte dieser Ramscher, der auch seine „Mitarbeiter“ eher wie billige Verfügungsmasse betrachtet, auch der kaufenden Verfügungsmasse gegenüber eine menschlichere Einstellung haben. Und weil die Kundendaten nicht viel wert sind, hat Schlecker sie einen externen Dienstleister verwalten lassen, ganz so, als könne so etwas überhaupt keine Probleme verursachen und als gäbe es keine einträglichen Geschäfte durch den Handel mit guten Adressdatensätzen. (Natürlich wird dieser Dienstleister ein derartiges Geschäft augeschlossen haben, aber natürlich arbeiten auch dort Menschen, die Zugriff haben und die einem kleinen Nebenerwerb nicht abgeneigt sein werden. Was glaubt man eigentlich, warum ein solches Outsourcing billiger ist als der eigene Betrieb?)

Und natürlich ist es mal wieder schief gegangen.

Im Gespräch mit Focus Online wird der Dienstleister Artegic AG, der für Schlecker einen personalisierten Newsletterversand betreibt, konkreter: „Die Kundendaten auszuspähen war nur möglich, weil eine Person die die Zugangsdaten zum Server besaß, ein Programm aufgespielt hat.“

Aber Schlecker „entschädigt“ jetzt ja seine Kunden, nachdem klar ist, dass da vorsätzlich eine Infrastruktur zum Ausspähen von Kundendaten angelegt wurde. Mit der grandiosen Entschädigung von fünf Euro. Und die natürlich nicht in bar, sondern für Schlecker überaus preisgünstig und kundenbindend als Einkaufsgutschein für Schlecker. Man spart eben, wo man kann.

Ich glaube ja, dass so genannte „Datenpannen“ in der BRD wesentlich seltener wären, wenn es dabei genau wie bei trivialen Urheberrechtsverstößen in privaten Websites zu einer Abmahnung mit Kosten im Bereich einiger hundert bis einiger tausend Euro für jeden Einzelfall käme. Und ich glaube, dass man „Schlecker“ nach dieser Nummer der Firmierung die Buchstaben „Ar“ vorwegstellen sollte, damit klarer wird, was das für ein Laden ist.

Ach ja: Wer angesichts der hier herrschenden Zustände irgendeinem Anbieter irgendwo im Internet echte Daten von sich selbst preisgibt, dem ist nicht mehr zu helfen…

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