Der falsche Weg

Die BRD-Propagandaorganisation „Deutsche Kinderhilfe“, die einen systematischen p’litischen Kindesmissbrauch betreibt, um über diesen Hebel eine weitere Entrechtung der Menschen in Deutschland durchzusetzen, wurde auf ihrer Internet-Präsenz auf gewiss unerwünschte Weise inhaltlich richtiggestellt. Zurzeit sind die Inhalte dort nicht mehr verfügbar.

So sehr mich dieser Akt des Widerstandes mit Sympathie erfüllt, gebe ich den Saboteuren doch zu bedenken, dass ein solcher Schritt sehr leicht von der Propaganda der Unterdrücker instrumentalisiert werden kann. Nun können die Gegner der gegenwärtigen Zensurbestrebungen nicht mehr nur als Freunde der Kinderficker, sondern auch noch als kriminelle Hacker hingestellt werden — es würde mich überraschen, wenn die neubraune Kampfjournaille der totalitären Mitte diese Steilvorlage nicht schnell zu verwandeln suchte. Insbesondere war es eine ganz schlechte Idee, beim Defacement einen Link auf Fefes Blog zu setzen. Auf diese Weise wurde eine wichtige Sammelstelle sonst marginalisierter Nachrichten für die Diskreditierung durch die Feinde des freien Internet freigegeben — und kaum jemand da draußen weiß, dass unter einem Hacker jemand zu verstehen ist, der uns die großartige dietlibc geschenkt hat, für die depperten Leser der Bildzeitung und Zuschauer des BRD-Fernsehens ist ein Hacker schlicht ein Krimineller. Das war wirklich ganz mies, bei aller Sympathie, ganz ganz mies. Eine eigene Stellungnahme hätte für den Zweck des Protestes völlig ausgereicht.

[Man könnte fast denken, die waren es selbst…]

via Republikflucht, ab.ge.bloggt.org.

3 Kommentare

  1. Ausschließen würde ich es nicht, dass die Seite mit der Absicht gehackt wurde, um die Kritiker der Zensur in die miese Ecke zu stellen. Vielleicht bin ich ja paranoid, aber der Gefolgschaft um Zensurulla herum traue ich alles zu. Und nicht nur denen.

  2. full ack zum Beitrag.

    Wir sollten in der Debatte sachlich bleiben und uns nicht durch Äußerungen irgendwelcher Lobbyisten (z.B. Julia von Weiler) und Umfragen provozieren lassen. Das stellt uns nur in ein negatives Licht, wir sollten das Positive am Web betonen. Leider haben die meisten Leute ja keine Ahnung davon, wie schnell man sich z.B. Infos beschaffen kann (information at your fingertipps).

    Im Bedeutungswirbel bei Benni habe ich mich auch schon ähnlich dazu geäußert und weise dann noch auf die (wahrscheinlichen 😉 Lobbyisten hin:
    http://bedeutungswirbel.wordpress.com/2009/05/15/der-kinderschutzbund-erweist-den-kindern-einen-barendienst/#comments

    Wie ich in einer Mail gestern schrieben habe (Edit: Typos entfernt)

    Wir müssen auch weg von der Diskussion um KiPo und sollten mehr auf den Stellenwert eines freien Netzes zur Infobeschaffung hinweisen, Bsp. Wikipedia. Das ist positiv besetzt und kommt in der Öffentlichket besser an als KiPo.

    Ich hoffe auf eine rege Diskussion und lasst euch bitte durch Umfragen nicht entmutigen, man kann sie auch anders interpretieren. S. der aktuelle + lesenswerte Beitrag bei WSDV hier auf WordPress:
    http://wsdv.wordpress.com/2009/05/17/sieben-prozent/

    Allen MitleserInnen einen sonnigen Sonntag!


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