Hirnficker des Tages: Kriegsminister Jung

Der heutige Preis „Hirnficker des Tages“ mit der eisernen Goebbels-Ehrenmedaille am großen Bande geht an Dr. Franz Josef Jung (CDU), den gegenwärtigen Kriegsminister der BRD.

Begründung: Angesichts der jüngsten, auch medial aufmerksam betrachteten Kampfhandlungen der Bundeswehrmacht in Nordafghanistan und ihrer soldatisch eingebrachten Todesernte hat dieser Volkszertreter im Ministeramt doch allen Ernstes ein Ende der Debatte über einen möglichen Rückzug der BRD-Soldaten gefordert. Man soll also nicht einmal mehr darüber reden, ob es vielleicht nicht doch eine etwas überweite Interpretation des grundgesetzlichen Auftrages für die Bundeswehrmacht sei, wenn die Grenzen der Bananenrepublik Deutschland noch in den hintersten Winkeln der Welt „verteidigt“ werden sollen. Denn darüber ist nichts zu reden, solche Fragen sind irrelevant, man steht ja schließlich mit hirnloser Nibelungentreue in der NATO. Und sehr gefährlich sind solche Fragen, ja, geradezu mörderisch. Weil — so unser hirnfickendes Ministerchen, dessen lugverzerrte Stimme von allen Medien verstärkt in den deutschen Wohnzimmern widerhallt — jede derartige Debatte über einen möglichen Rückzug diese bösen Taliban in ihren Angriffen bestärken würde. Oder mal ganz kurz zusammengefasst: Wer — wie die gegenwärtige Regierung der BRD — ein paar deutsche Soldaten überall in die Welt hinaussendet, auf dass sie mit Waffen und grober Gewaltbereitschaft die außenp’litischen Interessen der USA vertreten und den Widerstand einer davon betroffenen Bevölkerung brechen, der gefährdet die dabei „eingesetzten“ (ein schönes p’litisches Wort, das direkt dem Sprachgebrauch des Wettens und Glücksspielens entsprungen ist) Soldaten nicht, wohl aber jeder, der laut über so etwas nachdenkt oder irgendwelche Worte des Widerspruches gegen die Beteiligung an einen solchen Krieg hat.

Eine dermaßen dreiste Verkehrung der Tatsachen fällt selbst in den heutigen, recht stumpfen Zeiten der dümmsten p’litischen Wendungen noch auf und hat eine besondere Auszeichnung verdient. Ich warte gespannt auf eine Fortsetzung dieses Propagandageschwafels, zum Beispiel in einer überall plakatierten Reklame-Aktion der gegenwärtigen Bimbesregierung unter dem griffigen Motto: „Kriegsgegner sind Mörder“

Advertisements

1 Kommentar

  1. Es kommt noch „besser“: Militärs fordern explizit intensivere Kriegspropaganda:

    http://www.jungewelt.de/2008/09-04/059.php


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s