Nicolas hört die Signale

Eines muss man dem gegenwärtigen Präsidenten der französischen Republik ja lassen: Er hat das Signal gehört, dass bislang jeder Versuch gescheitert ist, die angstrebte Verfassung für die Europäische Union in irgendeiner Form demokratisch zu legitimieren. Gerade in Kernländern der EU, wie sie das Königreich der Sieben Vereinigten Niederlande und die Französische Republik nun einmal sind, ist das deutliche Scheitern des Versuches, in Westeuropa ein demokratisch nicht kontolliertes, zentralistisches Staatswesen mit faschistoiden Zügen zu errichten ein überdeutliches Signal — dieses zu überhören, wäre auch einem Schwerhörigen kaum möglich gewesen.

Und Nicolas Sarkozy hat darauf p’litisch so reagiert, wie man es von einem echten Dämonkraten der zerfallenden Moderne erwartet. Er hat einfach die Verfassung Frankreichs ändern lassen, und zwar ganz parlamentarisch und ohne jede Zustimmung der Menschen, die davon betroffen sind. Das hat für die p’litische Kaste der Französischen Republik den großen Vorteil, dass demnächst keine Volksabstimmungen in solchen Europaangelegenheiten mehr erforderlich sind. Das können die Parlament-Arier Frankreichs jetzt unter sich auskungeln. So wird es ganz gewiss voran gehen mit dem Eurofaschismus gegen die Menschen in Europa!

Dass die parlamentarische Entscheidung nicht knapper hätte sein können, nimmt der dreisten Entrechtung der Menschen in Frankreich leider nicht die formaljuristische Gültigkeit.

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