Arbeite dich tot!

Einer der seltenen Klartexte über die wirkliche Situation der meisten Menschen in der BRD findet sich heute bei heise online — Stress kann tödlich sein.

Dass dauernder Stress am Arbeitsplatz krank machen kann, ist nicht neu.

Kann sein, dass solche Erkenntnis nicht neu ist. Dennoch wird seit Jahren immer mehr Leistung von immer weniger Menschen verlangt, und wer dabei auf der Strecke bleibt, wird eben wie eine leere Batterie weggeworfen. Damit auch außerhalb der Maloche keine Entspannung aufkommt, soll die immer größere Leistung für immer weniger Entlohnung erbracht werden — ideal sind rechtlose, staatlich subventionierte Elendsarbeiten.

Gemäß einer Untersuchung des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen sei aber auch das Leben der Arbeitnehmer gefährdet, wenn der permanente Stress zu hoch wird. So haben sich nach Angaben des Nachrichtendienst Pressetext in der jüngsten Vergangenheit in einigen Großbetrieben Arbeitnehmer das Leben genommen, weil sie sich dem Stress im Berufsleben nicht mehr gewachsen sahen.

Herzlose Menschenhasser und andere Wirtschaftswissenschaftler würden an dieser Stelle keineswegs einen Nachteil sehen, sondern eine große gesellschaftliche Entlastung durch die mit dem „sozialverträglichen Frühableben“ verbundene Senkung der Kosten im Gesundheitswesen.

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4 Kommentare

  1. Genau so erging des dem Ehemann einer Bekannten von mir. Er hatte die ganzen Jahre Tank-Waggons für diverse Chemieunternehmen gereinigt, kein Jahr nach der Rente wurde ein Gehirntumor diagnostiziert und der verstarb binnen weniger Wochen nach der Diagnose. Der Mensch als Wegwerfprodukt – Hurra, Kapitalismus!

    WIDERSTAND JETZT!

    Gruß

    Alex

  2. Dazu passt auch dieser aktuelle Artikel:

    „Regierung plant Chipkarte für Arbeitnehmer

    Elektronischer Einkommensnachweis: Die Arbeitsdaten der rund 40 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland sollen bald per Chipkarte gespeichert werden. Der digitale Schlüssel soll die Beantragung etwa von Kinder- oder Elterngeld erleichtern – und so viel Papier und Geld sparen. “

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,561562,00.html

    /facepalm

  3. Lesenswert auch dieses hier:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12445

  4. Ein Aspekt kommt halt auch dazu: Geiz ist geil. Wir wollen alles konsumieren können – aber es darf (fast) nichts kosten.


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