Bericht vom Elendsstrich des Proletariats

Während die p’litische Kaste der BRD und ihre Speichellecker in Journaille und Medienbetrieb keine Gelegenheit auslassen, die großen „Erfolge“ der jüngeren „Reformen“ für das Wohlergehen der wirtschaftlichen Vampire mit geschönten Zahlen und weihevollen Worten zu feiern, hat sich Günter Wallraff einmal der anderen Seite dieser Verelendung, nämlich dem p’litisch geforderten und geförderten Arbeitsstrich für Elendsmalocher, ausgesetzt:

Einen Monat lang hat Wallraff als verdeckter Reporter in einer Fabrik gearbeitet, die Brötchen für Lidl backt, und dabei nach eigenen Angaben unwürdige Arbeitsbedingungen erlebt. […]

Die Arbeitsbedingungen der Niedriglöhner seien unwürdig, berichtete demnach der 65-Jährige, der mit den Papieren eines 51-Jährigen eingestellt wurde. Immer wieder sei ihnen ein Teil des zustehenden Lohnes vorenthalten worden.

Zudem lebten sie in ständiger Sorge, willkürlich abgemahnt zu werden, und in dauernder Gefahr, sich zu verletzen, weil Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten würden.

Nachdem sich im vorigen Jahr ein Betriebsrat gegründet habe, sei der gewählte Betriebsratsvorsitzende vom Firmenbesitzer aus dem Unternehmen gemobbt worden.

Das sind zwar für mich keine Neuigkeiten, sondern es ist das, was ich jeden Tag selbst zu Ohren bekomme, aber vielleicht wird ein Bericht von Wallraff ja mal etwas ernster genommen als die Anmerkungen diverser Blogger.

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1 Kommentar

  1. Der kritische Journalismus ist der moderne Beichtvater der Staatsmafia: ändern tut er genausowenig wie alle anderen Kritiker und empörten Bürger.


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