Schleichwerbung bei Zeit.de

Es ist recht offenbar eine wirksame und wohl auch eine gut bezahlte Form der hinterhältigen Schleichwerbung in vorgeblich „objektiven“ journalistischen Produkten, wenn die Online-Ausgabe der „Zeit“ in einer ihrer Bildersammlungen die angeblich „bekanntesten“ deutschen Blogger vorstellt und dabei ausschließlich Blogs zeigt, die zum Blog-Vermarkter Adical gehören. Zumal doch recht viele, wirklich bekannte Blogger in dieser werbenden Galerie gar nicht erscheinen…

Da bleibt nur eine Frage. Nämlich. Die Frage. Ob die anderen „Informationen“ dieses Auswurfes der Content-Industrie wohl genau so käuflich sind?

Für alle, die es gesehen haben und in deren Köpfen gerade ganz komische (und wegen der Hinterhältigkeit solcher Werbung nicht völlig bewusste) Ideen entstehen. Zu einem bekannten Blogger wird man nicht durch eine bestimmte Form der Vermarktung des eigenen Schreibens, sondern nur, indem man einen ansprechenden persönlichen Stil findet und in seinem Blog durchhält.

Via Schieflage.

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10 Kommentare

  1. Werter 124c41,

    um es kurz zu machen (siehe auch Ihre „Quelle“): das ist 1. falsch, 2. Unfug und 3. sollten Sie mit solchen Behauptungen verdammt vorsichtig sein. Das grenzt hart an Rufschädigung.

  2. Auch wenn ich in diesem fall meinen vorredner recht geben muss (gleich der erste blogger in diesem artikel ist z.b.: Spreeblick is proudly powered by WordPress) kann ich nur aus eigener erfahrung sagen – traue keienr zeitung und keinem nachrichtensendung zumindest nicht wenn du selbst die quellen und tatsachen prüfen kannst, in diesem fall sollte selbige zeitung/nachrichten sendung aber auch wieder überflüßßig geworden sein.

  3. ups da hab ich wohl was falsch verstanden – nicht das blogsystem wurde angesprochen sorry

  4. jetzt interessiert es mich aber 😉 wie siehst du das das die bei denen sind ?
    ebenfalls bei dem ersten sehe ich keinen verweis oder gar werbung für Adical ??

  5. Vielleicht habe ich wirklich ein bisschen zu schnell von der „Schieflage“ abgeschrieben, aber wenn ich von einem Vertreter der Journaille als „Rufschädiger“ erkannt werde, schalte ich erstmal auf stur und inappellabel renitent. Vor allem, wenn man „Vorsicht“ von mir einfordert.

    Wer das nicht versteht, muss hier mal ein paar andere Texte lesen. Das Streben nach Ausgewogenheit unter den Bedingungen der Umwandlung jeder menschlichen Tätigkeit in einen sozial optimierten Geschäftsvorgang wird meine Sache nicht mehr werden — was daran liegt, dass ich zu den Opfern dieses Prozesses gehöre und wirklich gar nichts mehr zu verlieren habe. Eventuelle Fehler bei meiner meist etwas wütenden Schreiberei bleiben zu meiner eigenen Schande und aus Archivzwecken hier stehen. Angesichts der geringen Reichweite meiner Schreiberei und der Möglichkeit zum offenen Widerspruch für jeden (die ich hier selbstverständlich in keiner Weise einschränke, wie wenig mir der Widerspruch auch manchmal gefällt — man sehe etwa mal nach, wie ein paar scheinbar dafür bezahlte Jubelperser versucht haben, den Abzocker „Endlich-ein-Konto.de“ schön zu schreiben) sehe ich darin nicht das geringste Problem. Ein großes Problem sehe ich persönlich hingegen in der Einwegkommunikation der Massenstanzen der journalistischen Industrie…

  6. […] Falk Lüke widerspricht kurz und knapp auf “Wut!” […]

  7. Dir sei verziehen 😉

  8. Zum Kotzen, dieser primitive Unterstellungsreflex.

  9. @Gero von Randow:
    Unterstellungsreflex? Ich würd drauf wetten, daß es keine Redaktion gibt, die sich nicht zu einem „werbeeinnahmen gegen artikel + geld“ deal hinreißen lassen würde. Zumindest nicht, solange man das mit dem eigenen Image irgendwie vereinbaren kann. In der Gallerie sind nur adical-Blogs und Lobo wird als Messias der Blog-Szene dargestellt. Soviel Lobhudelei riecht einfach fischig.
    Dazu kommt noch: In den verlinkten Blogs und Kommentaren wird seitens Falk Lüke immer nur behauptet, er hätte „ein paar der Reichweitenstärksten Blogs“ dokumentieren wollen. Wie ist denn diese Reichweitenstärke definiert? PI bei Blogzähler xyz? Favs bei Technorati? Anzahl Kommentare pro Tag? Links auf SPON? Umsatz bei adical? Dieser Punkt ist nirgends erklärt worden.
    Alle Fotos vom selben Fotografen: ist also eine durchproduzierte Geschichte, oder was soll uns das hier: http://schieflage.blogspot.com/2008/01/adical-schleichwerbung-bei-zeitde.html (erster Kommentar) sagen?
    Insgesamt reagiert Falk Lüke interessant. Auf die Behauptungen der Blog-Autoren reagiert er mit Drohungen und Behauptungen in den Kommentaren. Gegen die Vermutung „Schleichwerbung“ bringt er an: – Das ist falsch. – Das werde ich nötigenfalls rechtlich ahnden lassen. – Was du sagst, ist falsch. Beweis das Gegenteil. – Ich hab Recht. – Beweis das Gegenteil.
    Für mich sieht das aus, als gäbe es keine stichhaltigen Gegenargumente. Für mich sieht das aus, als ob Falk Lüke demonstrieren möchte: Ich schreib für die Zeit, mir kann man nicht ans Bein pinkeln.

    Ich bin sicherlich nicht im Besitz der Fakten, aber irgendwie riecht die Geschichte einfach fischig.

    mfg
    Bong Bong

  10. […] Netzwerkes Adical. Und hier setzt der investigative Kampfblogger an: Ist das nicht Schleichwerbung? Andere folgen, und am Ende landet es auch bei denen, die vielleicht wirklich etwas zu dem Thema sagen […]


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