Wir müssen leider draußen bleiben…

Normalerweise findet sich zu diesem Text die stilisierte Darstellung eines Hundes, und ein solches Schild soll darauf hinweisen, dass Hunde an bestimmten Orten unerwünscht sind.

Manchmal sind aber auch gewisse Menschen an einigen Orten nicht erwünscht. Zum Beispiel Journalisten. Auch bei solchen wichtig geredeten Ereignissen der Zeitgeschichte wie diesem G8-Verbrechertreffen. Ich nenne das bewusst nicht einen Gipfel, weil ich keines Berges Spitze mit der assoziativen Verbindung zu einem solchen Kungeltreffen der geldmächtigsten Vertreter der weltweiten p’litischen Kaste entweihen möchte.

Es sind aber nicht alle Journalisten unerwünscht. Schließlich bedarf es für die große Show doch noch der Hofberichterstattung. Nur bestimmte Journalisten sind unerwünscht. Sogar das ehemalige Nachrichtenmagazin berichtet darüber:

Das Bundespresseamt verweigert rund 20 Journalisten den Zugang zum G-8-Gipfel. Einem Redakteur der „taz“ wurde die Akkreditierung entzogen, obwohl er noch nicht mal einen Strafzettel im Polizeiregister vorzuweisen hat – doch der Verfassungsschutz hatte Einwände.

[…] Zunächst sei die Ablehnung ohne Nennung von Gründen mit Verweis auf eine entsprechende Empfehlung des Bundeskriminalamts (BKA) erfolgt, sagt der Journalist zu SPIEGEL ONLINE. Auf Anfrage habe man ihn weiter an das Berliner Landeskriminalamt (LKA) verwiesen. Aber auch dort sei man überrascht gewesen. Das LKA habe schließlich erklärt, der Verfassungsschutz habe Einwände gegen die Zulassung des Journalisten geltend gemacht, sagt Lee.

[…] Metzger weiß noch von drei weiteren Fällen, in denen Journalisten keine Zulassung erhielten für das Pressezentrum in Kühlungsborn, das etwa acht Kilometer vom Tagungsort Heiligendamm entfernt liegt. Dabei handele es sich um einen freien Kameramann, eine freie Fotografin und einen polnischen Journalisten.

[…] Betroffen seien vornehmlich Medienvertreter, die vor dem Gipfel über Durchsuchungen und Repressionen gegen G-8-Kritiker berichtet hätten. Das Bundespresseamt erkläre die Rücknahme mit Empfehlungen des Bundeskriminalamtes – aber „auf welchen Erkenntnissen oder welchen Grundlagen diese Empfehlung beruht, war bisher nicht zu erfahren“.

Schon klar, welche Art von Journaille dort erwünscht ist. Und. Welche dort nicht erwünscht ist. Zum Beispiel solche, die für die taz schreiben. Oder solche, die kritisch über repressive Übergriffe staatlicher Behörden in der BRD berichten.

Da weiß man schon im Vorfeld, wie die Berichterstattung klingen wird. Ich habe diesen unkritischen Klang noch gut aus der „Aktuellen Kamera“ in den Ohren. Nur, dass für diese Berichte ein Sendetitel „Aktuelle Camorra“ wesentlich treffender wäre. Dass es in der BRD keine Meinungsfreiheit gibt, jedenfalls nicht als eine Freiheit, seine Meinung auch öffentlich im Internet zu äußern, das ist jedem aufgeweckten Zeitgenossen bekannt. Aber das gegenwärtig in der BRD regierende Regime glaubt inzwischen, dass nicht einmal dieses armselige Feigenblatt der Pressefreiheit im Moment noch nötig sei.

Und wie steht die BRD da, so ganz ohne dieses Feigenblatt? Recht entblößt. Und. Die schamlos präsentierten nackten Tatsachen zeigen jedem, was für ein unterdrückerischer Unrechtsstaat die BRD inzwischen ist, wenn er nur hinschaut.

Gute Nacht, Deutschland!

1 Kommentar

  1. […] eine GEZ-Gebühr nennen; alle Google-Anwender; alle Programmierer und Nutzer von Computerspielen; Journalisten; alle Anwender der ehemaligen Plattform Google Video; das INSM-Watchblog; kritsche Verbraucher; […]


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s