Geldspielgeräte

Die Struktur des großen Prozesses, der zurzeit über der Gesellschaft abläuft, lässt sich oft am besten verstehen, wenn man sie an einem kleinen Ausschnitt betrachtet. Vieles kann zum Beispiel schon daran abgelesen werden, wie sich die Spielsysteme von Geldspielgeräten im Laufe der Zeit in der BRD verändert haben.

In der BRD gab und gibt es für Geldspielgeräte immer einen sehr engen gesetzlichen Rahmen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den Verhältnissen in vielen europäischen Nachbarstaaten. Der gesetzliche Rahmen regelt die minimale Spieldauer, den Höchsteinsatz, die Auszahlquote und früher regelte er auch die Häufigkeit von Gewinnen.

Wie alles begann: Die Groschengräber

NSM Rotamint Gold, 1961 - ein klassisches GroschengrabVor einigen Jahrzehnten war dieser gesetzliche Rahmen eindeutig und wurde auch von den Herstellern der Geräte beachtet. Der Höchsteinsatz für ein Spiel betrug 10 Pfennig, ein Spiel hatte 15 Sekunden zu dauern und es durfte höchstens der zehnfachen Einsatz als Gewinn gegeben werden. Tatsächlich lässt sich in der Enge dieses Rahmens deutlich eine Absicht des Gesetzgebers erkennen: Es sollte der möglichen Spielsucht an allgegenwärtig verfügbaren Spielgeräten entgegen gewirkt werden, indem die mögliche Gewinnausschüttung gedeckelt wurde, die Einsätze nur geringwertig waren und das Spiel vergleichsweise langsam ablief.

So waren die frühen Spielgeräte in der BRD auch kaum dazu geeignet, den Spieler im Rausch des eigenen Adrenalins fortzureißen. Es waren die alten „Groschengräber“ mit folgendem Spielablauf:

  1. Groschen einwerfen.
  2. Spielergebnis abwarten und dabei eventuell mal einen Umlaufkörper nachstarten oder vorzeitig stoppen.
  3. Am Ende des Spieles den eventuell ausgezahlten Gewinn von maximal einer Mark entnehmen.

Weder wird bei derartig harmlosen Geräten jemand Haus und Hof verzocken, noch besteht die Gefahr, dass jemand aus lauter Frust und Enttäuschung nach verlustreichem Spiel einfach „die Kiste“ kaputt schlägt.

Kein Adrenalin als körpereigene Droge, keine Sucht. Einfach nur etwas verplempertes Wechselgeld. Fast völlig harmlos. Und ein Spielsystem wie eingeschlafene Füße…

Wie man trotz der Gesetzeslage hohe Gewinne gibt

Damit ließ sich nun kein großes Geschäft machen, und so suchten die Hersteller von Geldspielgeräten nach Möglichkeiten, im Rahmen dieser Verordnungen doch noch ein süchtig machendes Spiel zu realisieren. Dabei ließ man sich auf Seiten der Hersteller von der Auffassung leiten, dass nichts so aufregend ist wie die Möglichkeit großer Gewinne; es musste also die Deckelung der Gewinnhöhe mit einem Kunstgriff in die Grauzone der Verordnungstexte umgangen werden.

Wulff Krone Garent (1967), das erste Spielgerät mit geballten Gewinnauszahlungen in der BRDNur zu diesem Zweck wurden die „Spiele mit erhöhter Gewinnerwartung“ — später als „Sonderspiele“, „Superspiele“ und mit ähnlichen Begriffen bezeichnet — geschaffen. (Der erste Spielautomat mit einem derartigen Spielsystem war der nebenstend abgebildete Krone Garant der Firma Wulff.) Statt eines verbotenerweise direkt ausgezahlten großen Gewinnes wurde der große Gewinn einfach in kleine, gesetzlich zulässige Häppchen zum jeweils 10fachen Einsatz zerteilt. Auf diese Weise wurde doch ein ekstatischer Großgewinn, eben ein Seriengewinn ermöglicht.

Bei Automaten mit diesem Spielsystem wurde es erstmals für den Spieler „sinnvoll“, mehr als ein paar dürftige Groschen in ein Spielgerät zu werfen. Im Zuge der damit angestoßenen Entwicklung wurden denn auch Einwurfmöglichkeiten für immer höherwertige Münzen (und später sogar Einzüge für Banknoten) und die technische Einrichtung von Zählern zur „Münzvorlage“ eingeführt, um die neue und teurere Spielweise für den Spieler leicht und bequem zu machen. Es sollte ja schließlich auch einfach sein, sein Geld zu verzocken.

Wie beim Gesetzgeber jede Einsicht und Vernunft fehlt

An dieser Stelle hätte der Gesetzgeber in der BRD eigentlich einsehen müssen, dass die ursprüngliche Absicht der Suchtprävention mit den gesetzlichen Vorgaben nicht erreicht werden konnte. Der gesetzliche Rahmen war im Grunde sinnlos geworden.

Eine solche Einsicht wäre die Chance gewesen, vernünftige neue Regelungen für ein kleines Glücksspiel zu schaffen, das transparent für den Spieler ist und die schlimmsten Exzesse der möglichen Spielsucht bekämpft. Diese Chance wurde gründlich verpasst, stattdessen wurde an den inzwischen sinnlos gewordenen Regelungen herumgeflickt. Es ist ein typisches Stück Realp’litik der BRD — keine sinnlos gewordene gesetzliche Regelung wird jemals in vernünftiger Weise neu gestaltet oder vielleicht sogar aufgegeben.

Rotomat Trianon (Wulff, 1974) - dieses Gerät konnte durchaus bis zu 100 Mark Gewinn am Stück auszahlenDie Erhöhung der erzielbaren Gewinne ging indessen immer weiter: Es gab 50er-Serien, es gab 70er-Serien, es gab 80er-Serien, schließlich gab es irgendwann an allen Geräten mögliche 100er-Serien. Gewinne in der Größenordnung des 400fachen Spieleinsatzes wurden in der diffus gewordenen gesetzlichen Situation von überall herumstehenden Spielgeräten angeboten. Es ist kein Wunder, dass nun auch einige Menschen damit begannen, viel mehr Geld zu verspielen, als sie übrig hatten. Um dies zu erreichen, wurden die hohen Gewinnmöglichkeiten ja (unter Umgehung des Geistes des gesetzlich vorgesehenen Rahmens) auch eingeführt.

Doch auch das war noch nicht das Ende der Entwicklung, da sich in diesem Prozess die Aufmerksamkeit der Spieler verschob.

Durch die Einführung von Guthaben-Zählern und Serien von Spielen mit erhöhter Gewinnerwartung änderte sich bei den meisten Spielern die Vorstellung davon, was ein Gewinn sei. Kaum jemand empfand die Aufzählung von 80 Pfennig auf einem Zählwerk noch als „richtigen“ Gewinn, dieses Geld wurde ja gleich wieder verspielt; es hatte den Charakter einer Spielverlängerung. Was nun als der eigentliche Gewinn an deutschen Geldspielgeräten empfunden wurde, das waren allein die Serien.

Wie man scheinbar häufig wirkliche Gewinne gibt

Um in diesem von der geschäftlichen Gier angestoßenen Prozess die Spielgeräte für den Spieler anziehend zu machen, mussten häufige Seriengewinne gegeben werden — oder doch wenigstens Spielelemente eingebaut werden, die dem Spieler stets das Gefühl vermitteln, dass er sich unmittelbar vor dem Gewinn einer Serie befinde.

ADP Merkur (1978) - das erste Gerät mit vielen Kleinserien.Hier hat sich in besonderer Weise die Firma ADP mit den ersten Merkur-Geräten (siehe nebenstehende Abbildung des ersten Merkur aus dem Jahr 1977) hervorgetan. Das System dieser Geräte war so gestaltet, dass es sehr häufig kleine Serien von 2 oder 3 Spielen als Gewinn gab. Natürlich war das nicht ein „Mehr“, da nun auf der anderen Seite die Geldgewinne in mittlerer Höhe nur noch sehr selten gegeben wurden.

Dennoch, psychologisch-subjektiv — und auf diese Ebene kommt es beim Glücksspiel und bei anderen Formen des Betruges einzig an — entstand beim Spieler der Eindruck, dass an diesen Geräten häufig und somit auch viel gewonnen wurde. So konnte sich das neue Spielsystem trotz des etwas lieblosen Designs der ersten Merkur-Geräte schnell am Markt durchsetzen.

So nach und nach wurde in der Folgezeit unter dem Druck der Konkurrenz von fast allen Herstellern die Häufigkeit von Kleinserien deutlich erhöht. Dass diese ganzen kleinen Seriengewinne genauso schnell wieder verzockt werden wie zuvor die direkten Geldgewinne von DM 2,50 und DM 1,80, das haben viele Spieler offenbar anfangs gar nicht richtig mitbekommen. Das war eine gute Vorbereitung für den nun kommenden endgültigen Verlust jener Kleingewinne, die nach der ursprünglichen Intention des Gesetzgebers doch die einzigen Gewinne an Geldspielgeräten sein sollten.

Das mögliche Verwandeln jedes Gewinnes in einen Großgewinn

Merkur Komet (ADP, 1981) - hier konnte jeder Gewinn durch die Risikoleiste in eine 100er-Serie verwandelt werdenDenn der nächste Schritt der Automatenbauer, der schon nach kurzer Zeit alle anderen Spielelemente in ihrer Bedeutung verdrängen sollte, war die Einführung der Risikoleisten.

Eine Risikoleiste wertet jeden kleinen Gewinn auf, indem er zu einem möglichen Großgewinn wird. Es kann so lange verdoppelt werden, bis die höchste mögliche Gewinnstufe erreicht ist. Dabei gehen die Kleingewinne natürlich vollends verloren, kaum ein Spieler nimmt einen Geldbetrag (der ja nur noch als Verlängerung des Spieles und nicht mehr als Gewinn empfunden wird) an, und auch die kleinen Serien werden hochgedrückt — oder eben viel häufiger verloren.

Die ursprüngliche gesetzliche Absicht eines langsamen Spiels mit kleinem Einsatz und Beschränkung auf häufige Kleingewinne war nun völlig dahin. Eine Serie von 25 Sonderspielen (immerhin bei normalem Lauf rund 35 Mark) konnte und kann mit einem einfachen Druck auf eine Taste blitzschnell verloren oder verdoppelt werden. Das war pures Adrenalin, endlich ein richtiger Suchtstoff, mit dem man die Spieler fesseln kann! Erst mit dem Element der Risikoleisten wurde die Spielsucht in der BRD ein größeres Problem. Niemals zuvor und seitdem auch nie wieder hat sich ein einziges Spielelement so rasend schnell wie die Risikoleisten durchgesetzt und die meisten anderen Spielelemente verdrängt.

Das Ignorieren des Problems durch den Gesetzgeber

Die Reaktion des Gesetzgebers auf die neuen Spielsysteme und die gesellschaftlich zu tragenden Kosten durch behandlungsbedürftige Spielsucht ist jedem Beobachter unserer Zeit vertraut: Das Problem wurde einfach ignoriert und die Diffusität und Sínnlosigkeit der bestehenden gesetzlichen Regelungen unverändert aufrecht erhalten. Statt dessen gab es ein paar so genannte „Selbstverpflichtungen“ der Automatenbauer, natürlich ohne besondere Verbindlichkeit. Warum hätte man auch p’litisch etwas tun sollen? Die Umsätze stimmten doch, und über die Umsatz- und die Vergnügungssteuer ging dieses Geld teilweise auch in die öffentlichen Haushalte. Pecuina non olet.

Dieses schlichte Ignorieren eines gesellschaftlichen Problemes durch den Gesetzgeber besteht bis heute fort. Und zwar nicht nur bei diesem Problem, sondern in so vielen Fällen sinnloser Gesetzeslagen in der BRD.

Staatliche Ignoranz + Wirtschaftliche Lobbyarbeit = Schizophrenie

Seit ein paar Monaten ist in der BRD eine neue gesetzliche Grundlage für den Betrieb von Geldspielgeräten in Kraft. Darin wurde p’litisch doch noch so einiges getan, um den schnellen, süchtig machenden Zock mit geringer Hemmschwelle zu ermöglichen — es wurde vom Gesetzgeber nicht etwa gesellschaftliche Verantwortung zum Schutz der Menschen übernommen, sondern ausschließlich den Interessen der Wirtschaftsverbände Rechnung getragen.

Auch dies ist nichts Ungewöhnliches, sondern der normale Zustand in der BRD. Deshalb sieht es in der BRD auch so aus, wie es in der BRD aussieht.

Unter den neuen Bedingungen wird von den Automatenbauern zunehmend nicht mehr der Weg über Serienspiele beschritten, um große Gewinne zu geben. Vielmehr wird entweder um Punkte gespielt, die langsam (im gesetzlichen Rahmen) wieder in Geld verwandelt werden können oder es kommt gleich zu hohen Geldgewinnen, die aber verzögert ausgezahlt werden. Passend zum neuen Spiel mit den großen Zahlen wurde die Spieldauer auf 5 Sekunden gesenkt. Das Spielen an einem heutigen Geldspielgerät ist vor allem schnell, blau, laut und teuer.

Ich komme zum Schluss. (Warum schrieb ich diese Worte nicht schon zu Anfang.)

Der Prozess, der über der Gesellschaft abläuft

Die ganze (noch keineswegs abgeschlossene) Geschichte der Spielsysteme von Geldspielgeräten in der BRD entfaltete und entfaltet sich im Spannungsfeld zwischen zwei nur scheinbar entgegengesetzten Polen.

Auf der einen Seite ist der enge gesetzliche Rahmen, der oberflächlich vorgibt, die Bürger vor schlimmen Exzessen des süchtigen Spielens zu bewahren. Diese vorgebliche Absicht wird aber durch die erfolgreiche Lobbyarbeit der Wirtschaftsverbände bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt.

Auf der anderen Seite sind da die Automatenbauer und die Aufsteller von Geldspielgeräten, die diesen Rahmen immer schon zu eng fanden, um ein gutes Geschäft mit dem möglichst unkontrollierten Spiel möglichst vieler Menschen machen zu können. Wahrscheinlich würden sie jeden gesetzlichen Rahmen als Einschränkung ihres Rechts betrachten, die Menschen mechanisch abzuzocken.

Die psychologische Kraft, die diesen Prozess ermöglicht hat und bis heute aufrecht hält, ist der teuer erkaufte, vorrübergehende Adrenalinrausch ungezählter Spieler — ist damit letztlich barbarische Irrationalität. Jeder gesellschaftliche Prozess wird nur durch psychologsiche Kraft im Gang gehalten, und je weniger dieser Fakt bewusst ist, desto gefährlicher wird er.

Der Rausch des Spielers am eigenen Adrenalin wird durch den beschriebenen Prozess erzeugt und verstärkt, und er stabilisiert seinerseits den Prozess, dem er entspringt. Der Prozess wird nicht etwa planvoll gesteuert, sondern er läuft als Regelkreis eines Systems über alle beteiligten Personen und Institutionen ab.

Die gesetzlichen Regelungen, die unter den Bedingungen eines solchen über der Gesellschaft ablaufenden Prozesses in der BRD entstehen, sind wirkungslos und stinken nach Heuchelei. Alle in der aktuellen Spielverordnung getroffenen Regelungen sind sinnfrei. Es ist in Gesetzesform gegossene Schizophrenie, wenn einerseits die maximale Gewinnhöhe durch eine Verordnung gedeckelt wird, aber andererseits die Ausschüttung von Großgewinnen in der Form aufeinanderfolgender Gewinnspiele zugelassen wird. Im Moment könnte genau so gut die direkte Auszahlung eines Großgewinnes ermöglicht werden — von Suchtprävention ist in der praktischen Anwendung des gesetzlichen Rahmens schon lange keine Spur mehr (bis auf ein paar recht durchsichtige Feigenblätter).

Und während die Politik sinnlose gesetzliche Regelungen aufrecht erhält, die es auf der einen Seite den Automatenbauern erschweren, ihre Spielsysteme zu realisieren, und die auf der anderen Seite dem Spieler mit völlig intransparenten Spielsystemen konfrontieren, werden die Menschen aus der politischen Kaste nicht müde, in jeder wohlfeilen Rede von den geheimnisvollen „Kräften des Marktes“ und den „aufgeklärten Verbrauchern“ zu plappern.

Willkommen in der BRD.

(Verantwortliches Handeln würde versuchen, den Prozess, der über der Gesellschaft abläuft zu verstehen und im Interesse der Menschen zu lenken, so weit er noch lenkbar ist. Verantwortliches Handeln wird in der Politik der BRD nicht mehr gesehen.)

Abschließende Anmerkungen

Weitere Informationen zu Geldspielgeräten gibt es auf der Website des Automatenmagazins, beim Automatenarchiv und im Goldserie-Forum. Dieser Text wurde ursprünglich von mir für das Goldserie-Forum geschrieben und für die Wiederverwendung teilweise ergänzt.

Mit diesem Text verbinde ich einen ganz besonderen Gruß an Hans Bormann-Eckert und an Patchamanca.

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6 Kommentare

  1. Nach diesem Exkurs zur Entwicklung des Münzspiels in der BRD bleibt mir wieder nur festzustellen, dass jede Sache zwei Seiten hat, die es zu betrachten gilt. Hier wurde leider nur einseitig betrachtet.

    Vieleicht zunächst ein paar Fakten die ich bis dato vermißt habe:

    Vom gesamten Glücksspielmarkt in der BRD entfallen ca. 38 % auf Spielbanken und ca. 31 % auf Lotto/Totto. Damit entfallen ca. 70 % des Gesamtmarktes in den Bereich des staatlichen Glücksspiels. Auf den privatwirtschaftlichen Bereich des Münzspiels entfallen nur ca. 21 % des Gesamtmarktes.

    Dieser privatwirtschaftliche Bereich ist wie ausgeführt detailiert reglementiert und zwar bzgl.

    – Mindestspieldauer
    – max. zulässiger Verlust pro Stunde
    – max. zulässiger Gewinn pro Stunde
    – max. Automatenzahl pro Fläche

    Ob und inwieweit diese Regelungen sinnvoll sind sei zunächst dahingestellt. Aber es gibt für diesen Bereich zumindest Regelungen, die den Spieler schützen. Wie gesagt, über den Umfang kann man diskutieren.

    Vergleichbare Regelungen gibt es aber bei den staatlichen Spielbanken, die den Gesamtmarkt mit Abstand dominieren, n i c h t !!!!

    Hier sollte die Kritik ansetzen.

    Dies ist eines unter vielen Beispielen für die doppelte Moral des Staates.

    Hierzu fällt mir nur ein: „Wasser predigen und Wein saufen !“

  2. wo es nach Geld riecht, krauchen alle rum.

    So auch natürlich bei der Geldspielmaffia, der ich angehöre. Was mir in erster Linie auffällt – da möchte ich gar nicht so hart sein – ist doch, das es sich dabei doch um eine sehr lustige Sache handelt. In der Psychologie wird da gesagt, das es den Menschen glücklich macht, wenn er Knöpfe bedienen kann und Hebel zieht und es tut sich was am anderen Ende. Soweit auch der Hersteller.

    Das das viele Geld in Münzen und Scheine in die Weiterentwicklung der Geräte fliesst, scheint gar nicht weiter makaber. Eher noch, dass sich die unterbezahlten Angestellten hinter dickem Panzerglas verschanzen müssen und beim Abkassieren wirklich groteske Hebebühnen gestartet werden.

  3. […] vielen Orten in der BRD sind Geldspielgeräte aufgestellt. Dies sind zurzeit Computer, die dem Spieler versprechen, dass er mit einem bisschen […]

  4. Der Artikel hier ist zwar schon etwas einseitig – spiegelt aber die Realität wieder.

    Die alte SpielVO hat mir als Gelegenheitsspieler (ca.20€ pro Jahr) den Spaß genommen, da die Geräte schneller, der Einsatz höher, und durch Touchscreens undurchsichtiger geworden sind.

    Der örtliche Spielothekbetreiber sagte mir in einem vertrauten Gespräch:

    „Durch Novoline und co verdient er nun das 3-fache. Ihn freut vorallem, dass mehr Frauen den Weg in die einstige Männerdomäne finden. Die verspieltere Technik mit Symbolen und co erhöht die Frauenquote erheblich.“

    Ich persönlich habe mir einen Spielautomat bei Ebay gekauft und spiele ab und zu da rein. Das finanziert mir und meiner Freundin sämtliche Urlaube.
    Ich hoffe im Sinne der Spielsucht und dem Spaß für Gelegenheitsspieler, dass die SpielVO mehr wie früher geregelt wird.

  5. Ich war von meinem 14 Lebensjahr an Spieler in Spielhallen, da interessierte es nicht sonderlich das man erst ab 18 spielen durfte, war Anfang der 70er Jahre.
    Ich habe bis zu meinem 28 Lebensjahr gespielt, jede Mark für die Kisten.
    Goldene 7 und oder Joker, kein Risiko damals, dann Merkur ohne Risiko 5,5 Sonnen oder 6 Sonen, 30 oder 100 Spiele.
    Etwa 120 DM waren damals erzielbar im Durchschnitt, dann kam der Risikokram, damit ging es richtig bergab.
    Herold mit in der Serie dazugewinnen, an so einem Gerät habe ich als 17 jähriger ohne Risiko an einem Sonntagnachmittag 785 DM Reingewinn gehabt.
    Heute kann man 2000 oder 3000 Euro in einer normalen Spielhalle gewinnen, ebensoviel verlieren, wo ist da der Abstand zu Kasinos?
    Na mir egal, ich spiele nicht mehr seit 1988 und das war die beste Entscheidung meines Lebens.

  6. […] schnelles Ende, als die Spielsysteme deutscher Geräte komplexer wurden. Es gab zwar noch Versuche, Sonderspielserien in reiner Mechanik zu implementieren, etwa beim Redo von Roberson, aber der Aufwand für einen […]


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