Hannover

Die niedersächsische Landeshauptstadt, idyllisch an der Kreuzung der Autobahnen A2 und A7 gelegen, wird angesichts ihres schlechten Rufes von Ortsfremden oft gewaltig unterschätzt. Sie sagen sich: „So schlimm kann es doch nicht sein.“ Sie täuschen sich.

Es ist relativ leicht, in Hannover zu leben. Das beweist die gute Million der Einwohner einer durch Eingemeindungen stets gewachsenen Stadt, diese schaffen es ja auch jeden Tag. Und wem’s nicht so leicht fällt, der geht zum Arzt und holt sich Adumbran, Tavor, Valium oder ähnliche Hilfsmittel. Die Homöopathen nehmen täglich einen 20er-Kasten bitteren Bieres. Mit genügend Bier kann man’s sogar für schön halten, dort zu leben. Man darf nur nicht wieder nüchtern werden.

Die Einwohner Hannovers sind freundliche Menschen, aber auf eine sehr subversive Art. Man bemerkt diese Freundlichkeit nicht, sie wird gut getarnt und begegnet einem im Alltag als ignorante und griesgrämige Gleichgültigkeit. Hannover ist eine ideale Stadt für Menschen, die schon mit dem Leben abgeschlossen haben, aber nicht den Mut zum Freitod aufbringen. Man ist dort unter sich, und die im öffentlichen Raum einander begegnenden Entseelungsreste haben Verständnis für die Stumpfheit des Anderen. Sie zeigen das Verständnis nur nicht.

Man tut sich eben nichts. Auch nichts Gutes. Die hannöversche Körperhaltung ist leicht eingesunken, mit gesenktem Haupt blickt man entschlossen zu Boden. Irgend etwas am Boden findet der Hannoveraner auf eine schwer verständliche Art faszinierend. Zugereiste brauchen oft Jahre, bis sie diesen apathischen Blick überzeugend hinbekommen. Aber so lange hält es kaum jemand aus.

Offene Äußerungen der Lebensfreude hält der gemeine Hannoveraner für gefährlich. Die sicherste Methode, in dieser Stadt vollkommen zu vereinsamen, ist ein fröhliches Lächeln. Das macht dem Hannoveraner Angst und lässt ihm Schutz unter seinesgleichen suchen – in der ausgelieferten Situation einer U-Bahn wird der Blick des hannöverschen Entseelungsrestes dann zwanghaft auf die Faszination der vorbei rauschenden Betonwand gezogen. Unter diesen Bedingungen des Miteinanders haben eventuell entstehende Liebesbeziehungen den Charakter eines Unfalles, und sie verlaufen auch genau so.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das hitlersche norddeutsche Malochistan zum Ziel für die britischen Bomber, die ihre laut knallende Fracht auf die verschlafene Stadt an der Leine prasseln ließen. Nach Ende des Krieges wurden diese lobenswerten Abrissbemühungen fortgesetzt, sie bekamen nur einen anderen Namen. Man nannte sie „Stadtplanung“.

Die Stadtplanung in Hannover vergleicht man am treffendsten mit einer öffentlichen Toilette. Jeder darf ’mal d’rauf scheißen. Und so sieht die Stadt denn auch aus.

Als nach dem Krieg die Idee eines systematischen Neuaufbaus kam, wollten die Planer alles richtig machen, sie wollten eine zukunftssichere Stadt errichten. Und die Zukunft, das war das Auto, das war die Individualmotorisierung, das war die totale Automobilmachung. Also wurde das neu zu errichtende Hannover als auto-freundliche Stadt geplant. Deshalb hat’s auch die Gauleitung des ADAC (der bekannte Auto-darf-alles Club) nach Hannover gezogen. Dem gefielen nämlich die hübschen neuen vierspurigen Rasestraßen, die sich durch gewisse Wohngebiete zogen. Und damals fanden sie sogar die vielen Verkehrskreisel sinnvoll, schließlich muss Mitmensch Autofahrer dort nicht extra anhalten. Aber als dann wirklich wie geplant jeder ein eigenes Auto hatte, wurden die völlig überlasteten Kreisel zu Unfallschwerpunkten und allesamt nach und nach zu normalen Ampelkreuzungen zurückgebaut.

Wie es der Hannoveraner Kurt Schwitters schon sagte, „Hannover strebt vorwärts nach weit.“ Ein vernünftiges Ziel wäre vielleicht besser. Aber das liegt dem Hannoveraner nicht.

Und so wurde dann dem Hannoveraner etwas hingebaut, worin er zu leben hat. Es ist durchaus möglich, eine Innenstadt wie die hannöversche Innenstadt zu gestalten. Es ist nicht direkt illegal. In Hannover hat man’s denn auch getan. Deshalb schaut der Schiller auf seinem Denkmalssockel so offen und sehnsüchtig in Richtung Hauptbahnhof. Er will weg, wie jeder Dichter und Denker, der noch ganz dicht ist. Schade, dass er aus Kupfer ist, sonst würde er gewiss davonrennen.

Und anders als in Schwitters trefflicher Beschreibung strebt Hannover nicht nur vorwärts nach weit, sondern auch abwärts nach tief. So hat man denn im Boom der Siebziger Jahre ohne weitere Not mitten in der Stadt einen Tunnel gebaut, einfach, weil man meinte, dass es unter der Erde in so einem Tunnel schön sei. Wer länger in Hannover lebt, der weiß, woher die Sehnsucht nach dem »unter der Erde« kommen könnte.

In diesem Tunnel, damals pseudo-südländisch als „Passerelle“ benannt, sollten kleine Läden allerlei Ware feil bieten. Die kleinen Läden kamen, eröffneten ihre Geschäfte und machten größtenteils schnell wieder pleite – nicht einmal jeder Hannoveraner mag’s gern unter der Erde.

Danach fand der Tunnel seine Nachnutzung als Regenschutz für die vielen Obdachlosen der Stadt und als Geschäftsgrundlage für den aufstrebenden Heroinhandel der Achtziger und frühen Neunziger Jahre. Der schmerzerfüllte Sprachwitz des aussterbenden denkenden Hannoveraners stellte die Wahrheit durch einfachen Vokaltausch im Namen wieder her und nannte diese ar(s)chitektonische Schandtat „Pisserille“.

Zumindest den Tunnel haben sie jetzt aber „gerettet“ in Hannover. Eine totale Umgestaltung des hohlen Hohlweges mit den modernen städtebaulichen Mitteln Glas, Stahl, ungemütlicher dunkelgrauer Stein und knüppelschwingender Sicherheitsdienst ermöglicht es einigen Läden der gehobenen Preisklasse, hier ein kleines Geschäft zu machen. Der Name wurde auch flugs geändert, und die ehemalige Pisserille heißt jetzt „Niki de Saint Phalle Promenade“, das hört sich doch gleich viel besser an. Wenn es doch nur so bunt wäre, wie’s der Name der Künstlerin verheißt!

Aber auch schon früher strebte man in Hannover nach Erdaushubarbeiten, und zur Verherrlichung Hitlers gruben hier Fronarbeiter ohne technische Hilfsmittel ein tiefes Loch, das anschließend mit Wasser gefüllt wurde: Den Maschsee, eine der Sehenswürdigkeiten, die der Hannover-Tourist im Pflichtprogramm hat. Diese bauliche Maßnahme ist gewiss ichtungsweisend für zukünftige Lösungen und Endlösungen des Arbeitslosenproblems, warten wir ’mal den nächsten Regierungswechsel ab. Es geht eben abwärts nach tief, und Hannover ist da schon immer gern voran geschritten.

Neben dem Maschsee gibt es noch eine weitere so genannte „Sehenswürdigkeit“, und das ist der große Garten von Herrenhausen. Dieser neoklassizistische Garten wurde unter der Regentschaft des welfischen Königshauses angelegt, obwohl die hohen Herren den größten Teil ihrer Zeit in Venedig verbrachten, um dort den Inhalt der Staatskasse in siebenmonatigen Karnevalsfeiern unter beachtlicher Prachtentfaltung zu verprassen. So sehr man die Prunksüchtigen in ihrem Streben heraus aus Hannover verstehen kann, so sehr zeigt sich in solchem Verhalten auch jener geistige Zerfall, der sich bis zu den sonderbaren Schranzen des jetztzeitigen welfischen Sprosses durchzieht, des feinen Pinkel-Prinzen Ernst August von Hannover. Der ist übrigens auch lieber irgendwo anders in Europa.

Wer meint, dass es in einer Millionenstadt wie Hannover doch wenigstens ein bisschen kulturelles Leben geben müsse, der ist definitiv an die falsche Stadt geraten. An Stelle einer lebendigen Kultur finden sich die wie einbalsamiert wirkenden Darbietungen des Opernhauses, in denen man überwiegend Tenören bei ihrem dreistündigen Sterben zuhören kann, die leblosen Inszenierungen der hannöverschen Theater und ein paar Museen, die eher wie Pflichtübungen wirken. Was an beachtlichem und besuchenswertem übrig bleibt, das ist das Sprengel-Museum, das Kestner-Museum und die Kestnergesellschaft. Dies sind allerdings auch die Orte, an denen man kaum einen Hannoveraner zu Gesicht bekommt.

Wer wenigstens auf so etwas wie ein „Nachtleben“ hofft: Es gibt ein kleines Rotlichtviertel. Es ist ein sehr christliches Rotlichtviertel. Es sieht aus, als würde die Höllenstrafe gleich mit der Sünde mitgeliefert.

Irgendwelche Cafés oder sonstige Treffpunkte, an denen sich Kunstschaffende, kulturell Interessierte oder Austausch suchende Menschen treffen, sucht man in Hannover vergeblich. Dafür gibt’s jede Menge Kneipen, in denen man die Bundesligaspiele betrachten kann, wenn man’s denn will. Das trifft eher das Interesse des Hannoveraners. Besonders, seitdem die zur Stadt gehörende Mannschaft wieder in der Bundesliga mitspielt.

Da darf der Hannoveraner denn einmal wöchentlich unmaskiert so sein, wie es seiner Wirklichkeit entspricht. Da darf er kollektiv gröhlen, hastig nach dem Bier grabschen und seine verkümmerten Waden erzittern lassen, wenn der Flimmerball an die Latte scheppert. Manche gehen sogar in’s Stadion und proklamieren nach dem Spiel laut gröhlend und leere Flaschen auf die Wege deppernd durch die ganze Stadt, dass sie Geld dafür bezahlt haben, „ihrer“ Mannschaft beim Verlieren zuschauen zu dürfen.

Und einmal im Jahr gibt’s einen echten Höhepunkt für den Hannoveraner, eine kalenderabhängige kollektive Geisteskrankheit. Es handelt sich um das Schützenfest, das größte seiner Art in der Welt. Ob man nun schießt und als grün uniformierter Mensch seinen Spaß an dieser Betätigung mitteilen will, oder ob man als vergnügungssuchender Mensch über den großen Rummel wankt: Hier kommen Hirn und Leber auf ihre Kosten. ’Ne Bratwurst rin, ’ne Pilzpfanne dazu’e, ’n Bier druff, ’nen paar Lüttje Lagen (das ist so’n schwer zu erklärendes hannöversches Getränk, ein kleines Bier und ein Glas Korn werden mit einer besonderen Trinktechnik hastig runtergestürzt) hinnerher, rin inn’e Achterbahn zum Durchmisch’n, Mageninhalt utkotzen un’ dann dat gante von vorn. Ein Spaß für die ganze Familie! Ganz so, wie es schon der Name des Maskottchens zum Fest verspricht: Ballerkalle.

So richtig verstanden hat der Hannoveraner die Idee der Evolution nämlich nicht. Als sich der Rest der Menschheit fröhlich vom Affen zum Menschen entwickelte, da zogen die Vorfahren der Hannoveraner in die sumpfige norddeutsche Tiefebene, wo verregnetes Wetter und die ewige Mückenplage ihrem Gemüt so zart entgegenkam. Und dort gründeten sie Hannover als Bastion gegen jeden weiteren Fortschritt des Menschen. Sie gruben sich dort regelrecht ein. Sie sind vom Boden fasziniert, weil sie sich eingraben wollen. Sie mögen Löcher. Große Löcher.

Und wer würde nicht irgendwie an ein großes Loch denken, wenn er so einen prominenten Hannoveraner wie Gerhard Schröder im Fernsehen oder auf Plakaten sieht?

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31 Kommentare

  1. du bist doch einfach nur krank…

  2. moin. warum ziehst du eigentlich nicht weg?

  3. Ehm ich wohne zwar in Bremen aber ich finde Hannover is ne sehr geile Stadt
    man merkt das du garkeine Ahnung hast…
    Ne Bratwurst rin, ’ne Pilzpfanne dazu’e, ’n Bier druff, ’nen paar Lüttje Lagen
    hinnerher, rin inn’e Achterbahn zum Durchmisch’n, Mageninhalt utkotzen un’ dann dat gante von vorn.
    …Du weißt das Hannoveraner Hochdeutschsprechen?
    Achja und das Schützenfest is schon geil

    Kb jetzt zu allen Textstellen was zu schreiben…
    Du bist einfach nur krank

  4. Besonders erfreulich, wenn ein erklärter Bremer einem gebürtigen und Jahrzehnte in der Stadt lebenden Hannoveraner erklärt, dass er von Hannover keine Ahnung hat und nur krank ist. Das ist gewissermaßen die Krönung auf einen Text, dessen satirischer Charakter sich sonst nur beim Lesen erschlossen hätte. 😉

    Ach ja, das „Hochdeutsch“ hier kenne ich nur allzu gut, ich muss es ja jeden Tag rezipieren und gelegentlich produzieren. Meine quicke Transkription gibt recht gut meine Muttersprache wider, wie sie immer wieder zu hören ist, wenn man nicht gerade mit karrierebewussten Schlipsheinis spricht. Das gilt sowohl für das charakteristische Verstummen des „d“ im „nd“, für die typischen Kontraktionen und die Neigung vor allem älterer Hannoveraner, einige häufige Vorsilben noch in einem etwas eigenartigen Niederdeutsch zu verwenden.

    Das kann man übrigens auf dem Schützenfest auch hären, wenn man dort einmal einen Menschen aus Hannover trifft. Es sollen gar nicht so wenige sein, die sich dort „vergnügen“. Nur wir werden uns da leider nicht treffen.

    Ein fröhlicher Gruß nach Bremen…

  5. […] des Tages: Ein Mensch, der aus Bremen kommt, erklärt einem Menschen, der aus Hannover kommt, dass sein Tex…. Um gleich hinterher zu erwähnen, dass er diese riesige Drogenparty namens […]

  6. Tja aber ich bin auch in Hannover geboren und lebte dort bis zu meinen 19. Lebensjahr,danach bin ich nach Bremen gezogen um dort zu studieren.

    Also ich weiß echt nich was an Hannover auszusetzen ist.
    Klar jede Stadt hat ihre Vor- und Nachteile.
    Du hast in deinem Text einfach die Vorteile Hannovers weggelassen und die Nachteile übertrieben…
    Das mit dem verstummen des d stimmt überhaupt nicht ich kenne keinen Hannoveraner der so spricht.
    Achja von alten Menschen kannst du nicht erwarten das sie perfektes Hochdeutsch sprechen 😉

    Auf dem Schützenfest ist mir ebenfalls keiner begegnet der so spricht.
    Auf dem Schützenfest kann man sich eben nur vergnügen wenn man Spaß daran hat mit Achterbahnen und anderen Attraktionen zu fahren und mit seinen Kumpels ein Bier zu trinken.Wenn du eher vergnügen daran findest irgendwelche negativen Texte zu Großstäden zu schreiben dann mach das Schützenfest wenigstens nicht so runter,nur weil du es nicht magst,denn jeder hat eigene Interressen und die meisten jungen Leute gehen halt gerne aufs Schützenfedt.
    Dieses Lutje Lage hab ich lieder nie probiert und kann nichts dazu sagen^^

    Achja tu mir bitte den Gefallen und verpiss dich endlich aus Hannover

  7. HURENSOHN

  8. HURENSOHN!

  9. […] intelligente Kommentar das Tages fordert mich doch glatt auf, mich aus Hannover zu verpissen. Früher hat man mir ja auch schon immer gesagt, ich solle doch »nach drüben« […]

  10. kannst du auch ohne zitate schreiben? das is ja unverständlich

  11. Aber als dann wirklich wie geplant jeder ein eigenes Auto hatte, wurden die völlig überlasteten Kreisel zu Unfallschwerpunkten und allesamt nach und nach zu normalen Ampelkreuzungen zurückgebaut.

    Ein weiterer Beweis das du KEINE AHNUNG hast.
    Auf Kreiseln wurden auf der ganzen Welt weniger Unfälle gebaut als auf herkömmlichen Verkehrsamepeln.
    Und das liegt nich daran das es weniger Kreisel auf der Welt gibt als Ampeln…
    Auf 1000 Ampeln würde im Jahr mehr Unfälle gebaut werden als auf 1000 Kreiseln

  12. Jap genau…ich könnte jetzt eig auch alle Zitate auflisten
    Aber darauf hab ich keine Lust weil dieses Text absoluter Quatsch ist

  13. Zu Spongebob: Du belegst nur gerade, dass du diese hässliche Stadt in der Mitte Niedersachsens mit Sicherhet weniger als ich kennst. Dass Kreisel unbestreitbare Vorzüge bei einem gewissen Verkehrsaufkommen haben (da hat der ADAC ja mal recht), ist unbestritten. Dennoch entwickelten sich diese Kreiesel in Hannover zu Unfallschwerpunkten, weil offenbar ein erklecklicher Teil der Fahrer nicht dazu imstande war, in diesem Kreiseln vernünftig zu fahren. (Hannover wäre damals die beste Schulung dafür gewesen.) Dieses Problem wurde mit zunehmenden Verkehrsaufkommen immer größer, die teils sehr schweren Unfälle waren in bestimmten Zeiten eine beinahe tägliche Angelegenheit.

    Zunächst stellte man als eindämmende Maßnahme ein paar Meter vor den Kreiseln übergroße Hinweisschilder auf, die auf die besonderen Unfallschwerpunkte hinwiesen. Dies führte zu einer größeren Aufmerksamkeit und zu einem Nachlassen der schweren Unfälle. Dennoch bleib es bei einer beachtlichen Häufung im Bereich der Kreisel. Schließlich wurden die Kreisel nach und nach umgebaut und es kamen überall Ampeln zum Einsatz, was endlich zu einer deutlichen Reduktion der Unfälle an den hannöverschen Kreiseln führte.

    Übrigens: Dafür, dass du „keine Lust“ hast und „dieses Text absoluter Quatsch ist“, bist du aber recht aktiv. Immerhin fällt „Spongebob“ inzwischen auch wieder etwas anderes ein, als meine Mutter der Prostitution zu bezichtigen, was übrigens in seiner prollen Niveaulosigkeit auch nicht gerade ein Merkmal gesteigerte intellektueller Leistungsfähigkeit ist. Aber ich liebe es immer, wenn Satiren noch durch die Realsatire gewürzt werden…

    Und noch einmal ein fröhlicher Gruß nach Bremen. In Hannover sind übrigens zurzeit viele Wohnungen frei… 😉

  14. So, ich ziehe mich jetzt aus dem aktiven Beantworten der Kommentare zurück und überlasse den Kommentarbereich denen, die hier weiter die „schöne“ Stadt Hannover verteidigen wollen, obwohl sie zum Leben ganz andere Orte vorziehen. Tobt euch aus! Gebt mir Tiernamen! Und wenn „ihr“ dabei etwas mehr zu schreiben habt, so ein Blog ist kostenlos und schnell aufgesetzt.

  15. jojo versteck dich vor deinen negativen Kommis

  16. @Dennis

    Der einzige der sich hier offensichtlich durch eine Unlust oder Unfähigkeit am Formulieren seiner Antwort versteckt, scheinst Du selbst zu sein. 😉

    Ich kenne einen Hannoveraner in dessen Freundeskreis sich sehr zwilichtige Gestalten befinden. Daher musste ich festellen das es vor allem die verdummt-verwarlosten Schüler dort sind, welche sich als Möchtegern-Gangster, skrupellose Cracker, manisch-depressive Kriminelle (bei denen phantasiereiche Morddrohungen und Kreditkartenbetrug noch am harmlosesten sind) zu behaupten versuchen. Sehr viele sind auch stark drogenabhängig. Doch ist Hannover natürlich auch nicht die einzige Stadt auf diesem scheiß Planeten in der sich die Effekte dieses primitiven Systems ausbreiten.

  17. […] der „Standortentwicklung“ der Ruf an den Baggerfahrer! Lasst uns ein Loch graben, ein großes, tiefes Loch, denn Erdaushubarbeiten sind schon immer ein besonderes Steckenpferd dieser Stadt gewesen! Der […]

  18. Respekt, das sprachliche Niveau dieses Textes zu unterbieten dürfte schwer fallen. Insgesamt muss man sich dann aber als Hannoveraner doch schon fragen, ob der Autor evtl. in der Tiefgarage des Ihmezentrums lebt und dieses seit Jahren nicht mehr verlassen hat.
    Ich mag auch weder das Schützenfest noch die Leute, die ich dort antreffe – aber rund 1,5 Millionen Besucher sehen das offenbar anders. Würde mich auch mal interessieren, was die hannöverschen Fußballfans denn von denen in Gelsenkirchen oder Stuttgart unterscheidet? Willst du mir ernsthaft erzählen, da gingen nur Chorknaben ins Stadion die ihre Buttermilch nach dem Spiel nicht auf den Boden werfen? Und wenn Fußball denn zu langweilig ist, gibts hier ja immer noch das St. Pauli des Eishockey, eine DEL-Mannschaft, ein passables Basketball und ein Bundesliga-Handballteam. Und als Sportmuffel kann man sich ja auch hochkulturell ins Schauspielhaus, die Oper, das Theater am Aegi oder vielleicht mal in die vielen kleinen Theater begeben.
    Nachtleben gibts in Hannover nicht? In der Stadt, die als eine der ersten in Deutschland die unselige Sperrstunde abgeschafft hat? Die von alternativen Kulturzentren, selbstverwalteten Jugendzentren bis hin zu „normalen“ Diskotheken und Rochtlichtviertel ein ziemlich breites Spektrum anbietet?
    Um nette weltoffene Hannoveraner zu treffen, müsste man sich vielleicht einfach mal vor die Tür begeben, z.B. könnte man sich ja im Sommer in die zahlreichen Parks oder ans Leineufer begeben, vielleicht auch einfach ins Uniumfeld (das dumme Hannover hat schließlich nur drei Universitäten und fünf Hochschulen). Vorher vielleicht mal kurz am Kiosk halt machen und ein Herri mitnehmen – sollte in der Stadt mit der größten Kioskdichte wohl nicht schwer fallen.
    Und was Stadtplanung angeht: klar, manch eine Bausünde der 60er und 70er ist vielleicht nicht unbedingt optisch ansprechend – aber da können Einwohner anderer Großstädte ein Lied von singen. Und spätestens seit den Baumaßnahmen zur EXPO hat sich doch einiges zum positiven gewendet. Die Passerelle ist trotz absurdem Namen längst nicht mehr die Schmuddelecke der Innenstadt, der Bahnhofsvorplatz ist deutlich angenehmer als vor 15 Jahren, viele ehemalige Schandflecke gerade im Innenstadtbereich haben sich durchaus gemacht. Und der ÖPNV in Hannover kann sich mit jeder deutschen Großstadt messen – nicht erst seit der EXPO. Von einem Nachtsternverkehr wie in Hannover träumt man doch anderswo nur. Und wenn dir der Beton in den Tunneln nicht gefällt, guck halt Fahrgastfernsehen. Londoner U-Bahntunnel sind auch nicht hübscher. Aber wenn du die Tunnel freiwillig rosa anstreichen möchtest, lässt die Üstra sicher mit sich reden.

  19. […] so gut wie nicht wahrgenommen. Das liegt natürlich daran, dass man aus reinem Selbstschutz Hannover so wenig wie möglich wahrnimmt als einigermaßen normal veranlagter Mensch. Aber nicht nur.Auch daran, dass Dortmund und Mainz die […]

  20. was soll ich sagen? Warst du schonmal im München? Dann weißt du, wie beschissenes Nachtleben und unfreundliche Einwohner aussehen. Ja, auf den ersten Blick sind die supernett. Aber erwarte nicht, dass sich daraus irgendwas entwickeln könnte.

  21. Großartiger Text! Habe mich herzlich darüber gefreut und einige Kleinigkeiten wiedererkannt und sehe sie jetzt mit einem kritischeren Blick….

    Die Hannoveraner unter uns bestätigen leider gerade ziemlich viel von dem, was ihnen vorgewurfen wird. Ein bisschen mehr Humor meine Damen und Herren 😉

  22. lange Nächte in der Korn/Glocksee/Chez Heinz, anschliessend ans Ihmeufer zum chillen, später dann gerne Schablonen basteln mit Gleichgesinnten • beim Schützenumzug mit Freunden die grünen Lamettafreaks auslachen • Essen im „Wolf“ • Samstagsherrie bei Paul Violka auf dem Flohmarkt, abends Konzert, oder Lesung…. – nix besonderes, aber irgendwie so wie überall.

    Der Blick auf seine Stadt spiegelt den Blick auf das eigene Leben. In diesem Sinne: Is´doch alles gar nicht so wild – ich geb´Dir gern mal einen aus.

  23. Schade, dass Hannover immer wieder probiert wird schlecht zu reden und runter zu machen. Na klar, vielleicht besitzt es nicht die Internatinonalität von Berlin oder die Schönheit von Hamburg, aber macht euch euer Bild lieber mal selbst:

    Region Hannover:

    Hannover Liebe:

    • Oh weia, selbst der Spamfilter hier macht mit und hält einen solchen Kommentar zur Relativierung der Hannover-Ranterei für eine Spam. Eben freigeschaltet. 😉

  24. […] die Realsatire. Warum ich das alles schreibe? Na, langer Rede dürftiger Sinn ists, dass ich Hannover in Wirklichkeit mag — trotz der Ödnis des Schützenplatzes und etlicher Anblicke, von denen die Augen […]

  25. du bist ein Vollpfosten

  26. […] – und wenn ihr euch von dieser nüchternen Feststellung erholt habt, lest zum Ausgleich mal, was ich über meine Heimat Hannover schreibe, das erspart euch eigene gallenhaltige Kommentare), ist ein guter Freund seines Tankwarts und hat […]

  27. Reiseführer würden sich bestimmt auch freuen, diesen großartigen Text publizieren zu dürfen.

  28. Endlich die Wahrheit ueber diese abgewrackte drecksstadt!!!

  29. jap, da hat jemand hannover treffend charackterisiert. neben der zu hannover wirklich gut passenden pilzpfanne gibt es aber auch noch andere ausgefallene leckereien, bratwurst zum beispiel, in der mitte schön grau, oder wem das immer noch nicht reicht, der kann auch bei einer der in hannover zahlreich vertretenen bäckereiketten eines der lieblos hingerotzten brötchen mit salami/käse und einem eher mittig draufgelegten, als geschmierten klumpen butter erwerben, kostet idr 2,90. funny story hierzu, irgendwann haben mal ein paar türkinnen die verkäuferin einer solchen bäckereikette wegen so einem brötchen angegriffen, war allerdings in berlin, es hat ihnen nicht geschmeckt. etwas enttäuscht bin ich, dass der author es nicht geschafft hat, unsere erstklassigen tageszeitungen zu erwähnen, haz und neue presse, beides qualitätsmedien der ersten stunde, die uns, den niederen pöbel regelmäßig mit erstklassigen agenturmeldungen auf dem laufenden halten, ohne sich mit unnötigem ballast wie auch nur ansatzweise vorhandenem charakter, originalität oder wiedererkennungswert aufzuhalten. Ab und zu gibt es auch ein, zwei vermutlich halbwegs lesenswerte, selbstgeschriebene artikel mit meist regionalem bezug, die dann fairerweise für den schnäppchenpreis von EUR 1 angeboten werden (oder als Abo).

  30. hier noch eine bildstrecke zum berühmten maschseefest, die leinemetropole von ihrer mondänen seite:
    http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/Maschseefest-So-schoen-war-es-am-3.-August#p21


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